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Adelheid Simon ist die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen

Dienstag, 17. Januar 2017

Adelheid Simon ist die Geschäftsführerin des Deutschen Forums in Arad. An dem Temeswarer Kinder-Tanzgruppenfestival beteiligen sich jedes Jahr auch die beiden von ihr geleiteten Tanzgruppen aus Arad.
Foto: Zoltán Pàzmány

„Der Mann ist der Kopf, aber die Frau dreht ihn“: Dieses Sprichwort mögen manche Frauen ganz besonders. Dass es oft tatsächlich stimmt, wird vor allem dann klar, wenn man es mit einer Frau zu tun hat, die gern Hand anlegt, wenn es auch mal schwierig werden sollte. Eine dieser Power-Frauen ist Adelheid Simon aus Arad.

Die Geschäftsführerin des Demokratischen Forums der Deutschen in Arad engagiert sich seit 1991 aktiv im Deutschen Forum. Geboren und aufgewachsen ist sie in einer deutschen Familie aus Neuarad. Bis 1992 besuchte sie das deutsche Adam-Müller-Guttenbrunn-Lyzeum, wo sie den jetzigen Arader Forumsvorsitzenden, Physiklehrer Michael Szellner, als Klassenlehrer hatte. „Durch ihn bin ich zur Jugendarbeit gekommen“, erinnert sich Adelheid Simon. Nach dem Schulabschluss machte sie eine Ausbildung zur Erzieherin und Grundschullehrerin in Temeswar und war anschließend, bis 1996, als Lehrerin in der Stadt an der Marosch tätig. 1996 wurde sie Geschäftsführerin der Jugendorganisation „Banat-JA“.

„Die Arbeit mit dem Jugendlichen macht mir am meisten Spaß“, sagt Adelheid Simon, die seit 1994 auch die Tanzgruppen der „Banat-JA“ leitet. Dass sich Adelheid Simon unter den Jugendlichen am besten fühlt, bemerkt man sofort. Sie lachen miteinander, sie sprechen sich aus, sie helfen einander und – auch wenn sie sich manchmal streiten – sie stehen zueinander, egal, was auch passieren mag. Das Demokratische Forum der Deutschen in Arad und die Jugendorganisation „Banat-JA“ sind schon seit Jahren ein eingespieltes Team.

An die 50 Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren und ungefähr genau so viele Kinder zwischen 4 und 14 Jahren bilden die beiden „Banat-JA“-Tanzgruppen. Zusammen mit Grundschullehrer Lucian Trif weist Adelheid Simon die jungen Menschen in die Geheimnisse des banatschwäbischen Tanzes ein. „Wir tanzen gern, aber nicht das Tanzen ist das Wichtigste bei dieser Sache. Der Zusammenhalt ist wichtig, denn wir sind alle eine Familie“, sagt sie und bezieht sich damit sowohl auf das Forum, als auch auf „Banat-JA“. Nicht immer habe es diese enge Beziehung zwischen den Jugendlichen und der älteren Generation gegeben. Vor Jahren hätte man den Konflikt zwischen den Generationen deutlich stärker gespürt, erinnert sich Adelheid Simon. „Wir haben jetzt auch beim Deutschen Forum einen sehr jungen Vorstand“, fügt sie hinzu.

Adelheid Simons Engagement beim Deutschen Forum in Arad und in der Jugendorganisation „Banat-JA“ ist nur ein Teil ihres Arbeitsalltags. Adelheid Simon ist nämlich auch die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen in Rumänien. „Ich wünsche mir eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Jugendvereinen in Rumänien“, sagt sie.

Adelheid Simon ist verheiratet und hat zwei Jungs: Sebastian, der volljährig ist, und den 14-jährigen Andreas. Ihr Arbeitstag beginnt meist sehr früh am Morgen. Um 6.30 Uhr klingelt bei ihr der Wecker, dann gibt es zuerst eine volle Tasse Kaffee. Sie weckt anschließend ihre Jungs auf und schickt sie zur Schule, dann kann auch sie ihren Beschäftigungen nachgehen. Dabei geht es darum, Veranstaltungen vorzubereiten, Rechnungen zu erledigen und Ähnliches. Sie arbeitet eng mit dem Forumsvorsitzenden Michael Szellner zusammen. „Er ist diplomatisch, ich bin eher die direkte, die sagt, was ihr nicht passt“, gesteht Adelheid Simon. Freitags ab 17.30 Uhr gibt es Proben mit der Kinder- und Jugendtanzgruppe.

 

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