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Sorana Beică organisiert mit den Rosmareinern die Europäische Jugend- und Kulturwoche

Mittwoch, 27. Juli 2016

Sorana Beică ist Tanzleiterin beim Jugendtrachtenverein „Banater Rosmarein“ und die Vorsitzende des Banater Deutschen Jugendforums.

Vormittags ist sie mit Übersetzungen beschäftigt, zwischendurch schafft sie es aber kurz noch ins Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus für das anstehende Interview: Sorana Beică (34) hat an diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Die junge Frau hat noch einiges zu organisieren, denn in zwei Tagen startet in Temeswar ein für die deutsche Gemeinde und nicht nur für diese bedeutendes Ereignis: Die 16. Europäische Jugend- und Kulturwoche, deren Gastgeber in diesem Jahr die Stadt an der Bega ist - und implizite die langjährigen Teilnehmer vom Jugendtrachtenverein „Banater Rosmarein“. „Wir haben das Event als Team organisiert – dafür bin ich meinen Kollegen von den Rosmareinern besonders dankbar“, sagt Sorana Beică. Finanziert wird das Event von dem Department für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Regierung Rumäniens, dem Bundesministerium des Inneren – Deutschland und der Stefan-Jäger-Stiftung.

Sorana Beică ist die Vorsitzende des Deutschen Forums der Banater Jugend und schon seit einigen Jahren als Tanzleiterin beim Jugendtrachtenverein „Banater Rosmarein“ aktiv. Seit 1995 tanzt sie bei den Rosmareinern mit, zum Jugendforum stieß sie kurze Zeit später, so dass sie seit dem Jahr 2000 auch in den Vorstand dieser Organisation gewählt wurde. Geprägt wurde sie durch ihre deutsche Ausbildung, die sie seit ihrer Zeit im Kindergarten erhielt. „Meine Mutter absolvierte die ersten vier Klassen an der Nikolaus-Lenau-Schule. Für sie war es wichtig, dass auch ich Deutsch lerne“, sagt Sorana Beică. Eine gute Entscheidung der Eltern, behauptet Sorana heute, denn fast alles, was sie heute macht – egal, ob beruflich oder privat – steht mit dem Deutschtum in Verbindung. Nach Abschluss der Nikolaus-Lenau-Schule besuchte Sorana die Fakultät für Dolmetscher und Übersetzer, Abteilung Deutsch-Englisch, an der TU Politehnica. Heute ist sie ihre eigene Chefin, denn sie arbeitet in der familieneigenen Übersetzungsfirma.

In der Freizeit tanzt sie im Ensemble „Banater Rosmarein“ mit und übt mit den Jugendlichen banatschwäbische Tänze ein. „Ich bin 1995 dazugestoßen, als Felix und Karla Sinitean-Singer eine Midi-Tanzgruppe gründeten. Eine Freundin hatte mir davon erzählt. Es gefiel mir sehr – sowohl das Tanzen, als auch ganz allgemein die Atmosphäre bei den Rosmareinern“, sagt Sorana Beică. Die Rosmareiner waren allesamt gute Freunde, sie unternahmen Ausflüge, organisierten Veranstaltungen, bestritten Auftritte im In- und im Ausland. „Meine Zeit bei den Rosmareinern hat mich zu dem Menschen, der ich heute bin, geformt“, sagt Sorana Beică nicht ohne Stolz.

Dass die Rosmareiner auch heute noch ein eingespieltes Team sind, das ist nicht zu übersehen. Seit Anfang des Jahres sind sie darum bemüht, das europäische Festival in Temeswar zu organisieren. Acht Ensembles aus sieben Ländern werden vom 31. Juli bis zum 6. August im Banat zugegen sein, um ihre Trachten und traditionellen Tänze dem Publikum zu zeigen und um selbst diese Ecke Rumäniens zu erforschen und kennenzulernen. Um ungefähr 200 Gäste werden sich die Rosmareiner an diesen Tagen kümmern müssen. „Es war nicht leicht, ein so großes Ereignis zu veranstalten. Aber ein bisschen Stress im Alltag schadet nicht“, sagt Sorana Beică lächelnd.

Zu den Höhepunkten der Veranstaltung am kommenden Wochenende gehören die vier Tanzaufführungen: zwei in Temeswar, am 1. und 5. August, eine in Detta am 2. August und eine in Guttenbrunn/Zăbrani am 4. August. „Wir freuen uns auf das bevorstehende Event“, sagt Sorana Beică. Zwar werden die Rosmareiner viel beschäftigt sein, dennoch wird ihnen wohl auch ein wenig Zeit zum Feiern zur Verfügung stehen. Immerhin: Die 16. Europäische Jugend- und Kulturwoche ist ein Treffen unter alten Freunden, die sich jedes zweite Jahr – immer an einem anderen Ort in Europa – wiedersehen.

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