Unternehmer trafen sich mit Schülern

Temescher Wirtschaft sucht dringend Fachkräfte

Freitag, 19. Juli 2013

Unternehmen brauchen dringend Fachkräfte: Auch der deutsche Reifenhersteller Continental fördert seit 2012 Berufsschulen, um so Nachwuchs für seinen Standort in Temeswar zu gewinnen.
Foto: Zoltán Pázmán

Temeswar - Arbeitgeber suchen dringend nach fähigen Arbeitskräften und raten Schülern, sich lieber an einer Berufsschule einzuschreiben statt an einer Universität. Im Rahmen des Projektes „Wähle dir das aus, was zu dir passt“ haben sich Unternehmer mit Schülern aus mehreren Schulen von Temeswar/Timişoara getroffen und sie über mögliche Berufszweige, die keinen Studienabschluss benötigen, informiert.

„Wir haben versucht, die Jugendlichen darüber aufzuklären, wie es gegenwärtig auf dem rumänischen Arbeitsmarkt ausschaut“, so Gelu Mateescu, Geschäftsführer der Firma GIM Service aus Dumbrăviţa. Das Unternehmen möchte Nachwuchs gewinnen, indem es Auszubildende anstellen möchte, die von einem erfahrenen Mitarbeiter geschult werden. Der Fokus soll auf Praxis statt Theorie fallen.

Seit mehreren Jahren möchte die lokale Wirtschaft ein duales Berufsausbildungssystems einführen. Das Projekt diente nicht nur der Aufklärung der Schüler und Eltern, sondern sollte auch einen Schritt in diese Richtung bedeuten. Besonders deshalb, weil es immer mehr Studienabsolventen gibt, die keinen Arbeitsplatz finden, da sie die Anforderungen der Arbeitgeber nicht erfüllen. Die meisten meiden Berufsschulen, weil sie fürchten, später harte Arbeit für niedrige Löhne zu verrichten. Die Vertreter der Wirtschaft haben im Rahmen des Gesprächs dieses Vorurteil entkräftigt. Ein Elektriker würde inzwischen mehr verdienen können als ein Arzt.

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