Unwetter im Banater Bergland

Dienstag, 12. Juni 2018

Reschitza – Am vergangenen Wochenende gab es im Banater Bergland mehrere Gewitter mit Wolkenbrüchen, die in der ganzen Nacht vom Samstag auf Sonntag den Einsatz des Katastrophenschutzes ISU „Semenic“, der Feuerwehr, der Einsatzteams der Stromgesellschaften und der Straßeninstandhaltung erforderten. Starke Regenfälle mit Hagelschlag und Sturmböen haben ernsthaften Schaden angerichtet, der am Montagnachmittag vom Präfekturrat registriert und später bekanntgegeben wird.

Das Unwetter begann um etwa 15 Uhr. Binnen einer halben Stunde waren die Reschitza/Reșița eingemeindeten Moniom und Colțan sowie die bei Bokschan/Bocșa gelegenen Ortschaften Ramna, Valeapai, Duleu, Scăiuș, Vermeș und Iersig im westlichen Karpatenvorland ohne Strom geblieben, während die Ortsbäche über die Ufer zu treten drohten. Um 17 Uhr gingen die nächsten Unwettermeldungen beim Katastrophenschutz ein. Umstürzende Bäume hatten die Nationalstraße 57B hinter der Abzweigung von der Europastraße E70 in Richtung der Gemeinde Iablanița blockiert. Der Einsatz der Straßeninstandhaltungsteams aus Orschowa/Orșova dauerte mehr als eine Stunde, bis die DN57B wieder passierbar war.

Gegen 19 Uhr blieben infolge der Sturmböen auch die Ortschaften Eisenstein/Ocna de Fier, Dognatschka/Dognecea bei Bokschan sowie Șumița und Bolovenii Noi im südlichen Almăj-Tal ohne Strom. In Cornișoru, einem Băuțar im oberen Bistra-Tal eingemeindeten Dorf, wurden 19 Bauernwirtschaften von Sturzbächen unter Wasser gesetzt, weil die Straßengräben und Brücken von den Schlammmassen verstopft worden waren. Hier half die Dorfbevölkerung, die Verstopfungen der Abflüsse freizumachen, bevor der Katastrophenschutz anrückte.

Zwei weitere Stunden später meldeten auch die Gemeinden Remetea Pogoniș, Fârliug und Poiana Mărului Stromausfall. In den meisten betroffenen Ortschaften konnte der Strom bis Mitternacht wieder geliefert werden, in einigen erst in den frühen Morgenstunden des Sonntags. Die Wetterbeobachtungsstationen haben bis zum Mittwoch Warnstufe gelb für weitere Unwetter angekündigt.

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