„Upgrade My City“ geht in die zweite Runde

Das Programm stellt Stadtentwicklungspotenzial von Temeswar vor

Samstag, 30. September 2017

Die Temescher Zweigstelle des rumänischen Architektenordens und der „Smart City“-Verein kündigen die zweite Auflage des Programms „Upgrade My City“ (zu Deutsch, „Aktualisiere meine Stadt“) in Temeswar an. Das Programm findet in der Zeitspanne Oktober 2017 - Mai 2018 statt und nimmt sich vor, das Potenzial zur Stadtentwicklung vorzustellen. Dabei sollen auch die Temeswarer ermutigt werden, sich in der Stadtentwicklung zu engagieren und die Stadt in einen Ort mit hoher Lebensqualität umzuwandeln. Die Ergebnisse der ersten Auflage des Programms waren erstaunlich und haben den Weg für die kommende Auflage geebnet, ließen vor Kurzem die Organisatoren wissen. Nach dem Beispiel Temeswars soll „Upgrade My City“ demnächst auch auf Landesebene stattfinden. „Dies ist ein Programm für jeden, der sich aktiv in der Stadtentwicklung engagieren will. Innerhalb des Programms werden Lösungen gefunden, gefördert und umgesetzt. Angesprochen sind Nichtregierungsorganisationen der Zivilgesellschaft, Unternehmen, Universitäten und die Stadtverwaltungen. Gemeinsam können diese vier Gruppen sowohl Ressourcen, als auch Ideen in konkrete Projekte umsetzen“, sagt Dan Bugariu, Initiator und Mitveranstalter von „Upgrade My City“ in Temeswar.

Für die zweite Auflage des Programms, die kommenden Monat anfangen soll, wurden vier Themen ausgewählt: Identität, Regierung, Wirtschaft und Menschen. Diese Themen sind im Kontext von Temeswar als künftige Kulturhauptstadt Europas 2021 ausgewählt worden. In den acht Monaten des Programms werden um diese Themen herum Debatten und Gespräche, Vorträge und Workshops veranstaltet. Unter „Identität“ versteht man, den Stadtgeist zu definieren und ihn als Attraktion zu benutzen. „Was waren wir mal? Was sind wir jetzt? Was möchten wir sein?“ Das sind die Grundfragen, von denen die Diskussionsrunden ausgehen werden, um genau diese Stadtidentität zu bestimmen. Zum Thema „Regierung“ wollen sich die Teilnehmer am Programm mit den verschiedenen Problemen befassen, die von der Öffentlichkeit gewöhnlich als Pflichten der Stadtverwaltung oder Landesverwaltung angesehen werden. „Man kann nicht immer erwarten, dass andere unsere Probleme lösen. Mittlerweile bietet uns die Technologie die Möglichkeit, selber Teil unserer Stadt zu werden und darüber hinaus auch Probleme zu lösen“, sagt Dan Bugariu.

Die Städte haben gegenwärtig die größte Auswirkung auf die Weltwirtschaft. Sie schaffen über 70 Prozent des Welt-Bruttoinlandsprodukts (BIP). Innerhalb von „Upgrade My City II“ steht auch die „Wirtschaft“ im Vordergrund. Im Laufe des Programms wird unter anderem über die digitale und kreisläufige Wirtschaft, über die sogenannte „Sharing Economy“ (ein Sammelbegriff für Firmen, Geschäftsmodelle, Plattformen, Online- und Offline-Communitys und Praktiken, die eine geteilte Nutzung von ganz oder teilweise ungenutzten Ressourcen ermöglichen) und über die Möglichkeiten, diese vor Ort anzuwenden, diskutiert. Letztendlich fällt der Scheinwerfer des Programms auch auf den „Menschen“ – das, weil die Beziehung Bürger - Stadt ähnlich wie eine ineinandergeflochtene Spirale ist. An der ersten Auflage des Programms nahmen über 250 Leute teil. Innerhalb von mehreren Monaten haben sich Beziehungen und Partnerschaften entwickelt. Sieben Projekte wurden dabei umgesetzt. Für die zweite Auflage hat man das Programm etwas erweitert und die Organisatoren nehmen sich vor, das Konzept auch auf andere rumänische Städte zu erweitern. „Upgrade My City“ ist ein Projekt, das vom Temeswarer Bürgermeisteramt unterstützt und von der BCR-Bank getragen wird. Der Ablauf des Programms kann auf der Webseite www.upgrademycity.ro und auf der Facebook-Seite „Upgrade My City“ verfolgt werden.

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