Urlaubstage auf dem Land

Ausgebucht: Silvester in Wolfsberg

Mittwoch, 14. Januar 2015

Die durchschnittliche Dauer eines Aufenthaltes in touristischen Einrichtungen auf dem Land (im Foto: Wolfsberg) war vier Tage an Weihnachten und fünf Tage vor/nach Silvester.

Alle Ferienhäuser der Firma Lupo Touring aus Wolfsberg wurden während der Silvesternacht vermietet.

Ungefähr 140.000 rumänische Bürger haben Weihnachten und Silvester in touristischen Einrichtungen außerhalb der Großstädte verbracht. Die Zahl ist um 5 Prozent höher als in derselben Zeitspanne in 2013 und die Statistik bezieht sich auf die Aufenthalte in Pensionen, touristischen Villas und Motels, die auf dem Land liegen, so Daten des Nationalen Vereins für Ländlichen, Ökologischen und Kulturellen Tourismus (ANTREC). Die Bettauslastung in den touristischen Einrichtungen auf dem Land lag während Weihnachten zwischen 60 – 65 Prozent und bei 80 Prozent in der Nacht zwischen den Jahren. 60.000 Touristen wählten, ihre Weihnachtsfeier in Pensionen auf dem Land zu verbringen und 80.000 die Silvesternacht.

Der durchschnittliche Preis für einen Aufenthalt in Pensionen lag bei ungefähr 600 Lei für Weihnachten und 800 Lei für Silvester. Die Bürger Rumäniens besuchten auch Fünf-Margareten-Pensionen und Hotels, wo die Preise zwischen 2.200 Lei/Zimmer/drei Nächte und 4.000 Lei/Zimmer/vier Nächte lagen. In diesen Preisen war eine Mahlzeit am Tag, Festmahlzeit zu Weihnachten/Silvester, Kostümfest sowie SPA- und Entspannungsdienstleistungen inbegriffen. Insgesamt haben die rumänischen Bürger umgerechnet 22 Millionen Euro währen der Feiertage in Pensionen auf dem Land ausgegeben.

Mehrwertsteuer von 24 auf 9 Prozent gesenkt

Ob 2015 die Preise wegen der Verminderung der Mehrwertsteuer im Tourismus-Bereich gesenkt werden, bleibt offen. Fakt ist, dass 2015 die Mehrwertsteuer für touristische Einrichtungen, die mindestens eine Übernachtung bieten, von 24 zu 9 Prozent gesenkt wird. Die Maßnahme soll den Tourismus entwickeln und die Zahl der inländischen Touristen erhöhen. Die zuständigen Behörden hoffen, dass durch die Senkung der Mehrwertsteuer in diesem Jahr 200.000 von den 500.000 Touristen aus Rumänien, die üblicher Weise All Inclusive-Pakete im Ausland wählen, ihren Urlaub nun in Rumänien verbringen werden, wie Mediafax berichtet. „Wir rechnen damit, dass die Privatunternehmen die Aufenthaltspreise um zehn Prozent niedriger ansetzen werden, so wie sie es gemeldet haben. Unser Interesse ist es, dass die Touristen – die Endverbraucher – diese Minderung wirklich finanziell auch fühlen. Zusätzlich zur Entwicklung dieses Bereiches und zusätzlich zu neuen Investitionen ist das unser Ziel“, so George Brezoi, Staatssekretär im Department für Kleinunternehmen und Tourismus, Mediafax gegenüber.

Zu Silvester: Ferienhäuser bevorzugt

„Ich glaube, es hängt nicht unbedingt vom Geld ab, ob die Menschen Pensionen oder Hotels wählen, sondern mehr vom Ambiente und auch davon, dass sie in Pensionen oder Ferienhäusern in größeren Gruppen wohnen können. Das ist für die Menschen während der Feiertage wichtig“, so Loredana Kortvelyessy, Geschäftsführer von Lupo Touring, die Firma, die in Wolfsberg/ G²râna mehrere Unterkunftseinrichtungen besitzt. In jeder davon können zwischen 15 und 25 Gäste unterkommen. „Bei uns waren in jedem Jahr während Silvester die Einrichtungen ausgebucht, auch wenn wir keine Sonderpreise angeboten haben“, führt sie weiter fort. Ein Sonderangebot hatten sie nicht notwendig, da „wir bis im letzten Moment, am 31. Dezember, noch Anfragen bekommen haben“.

Ungefähr 1000 Lei pro Nacht kostete das Mieten eines Ferienhauses bei Lupo Touring während der Feiertage. Das, ohne andere Dienstleistungen. In jedem Haus gibt es eine Küche, wo sich die Touristen das Essen zubereiten können. „Zum ersten Mal hat eine Gruppe Catering-Dienstleistungen gefordert. Das Essen wurde dann vom Restaurant unserer Firma zum Ferienhaus gebracht“, so die Geschäftsführerin von Lupo Touring. Weihnachten dagegen hat die Firma aus Wolfsberg keine Anfragen bekommen. „Wahrscheinlich wollten die Menschen Weihnachten nicht in großen Gruppen verbringen, sondern nur zusammen mit der Familie“. Ganze Ferienhäuser unter diesen Umständen anzumieten ist daher für Familien wenig sinnvoll und die Unternehmer haben ebenfalls wenig Interesse, einzelne Zimmer zu vermieten und zu heizen, da eine solche Variante sich finanziell nicht lohnt.

Die Senkung der Mehrwertsteuer könnte viele solcher Sorgen entheben und den Unternehmern mehr Freiraum geben, um ihr Business zu entwickeln. Trotzdem haben schon mehrere Hotel-Unternehmer, die touristische Einrichtungen an der Schwarzmeerküste besitzen, angekündigt, dass sie die Preise nicht senken werden, sondern dass sie als Gegenleistung mehr Dienstleistungen in die touristischen Pakete einbringen werden, wie Mediafax berichtet.

Die meist besuchten Gegenden aus Rumänien während der Feiertage blieben auch in diesem Winter: Bran-Moieciu-Fundata (Brasov), Albac, Arieseni (Alba), Rucar-Dâmbovicioara (Arges), Marginimea Sibiului (Sibiu), Botiza, Sighetu Marmatiei (Maramures), Vama, Vatra Dornei (Suceava), Baile Balvanyos (Covasna), Durau (Neamt), Lepsa (Vrancea), Sarata Monteoru (Buzau) und auch die Kurorte an der Valea Prahovei, so die ANTREC-Daten. Die Tendenz der rumänischen Bürger, Weihnachten und Silvester in diesen Orten zu verbringen blieb wie in den vorigen Jahren unverändert.

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