USA feiern Gold im Basketball und Platz eins im Medaillenspiegel

Rumänien enttäuscht bei Olympia trotz einiger Erfolge / China lässt nach

Montag, 13. August 2012

Am Sonntagabend gingen die Olympischen Spiele in London zu Ende. Mit einer spektakulären Abschlussfeier verabschiedete sich London von seinen Gästen, nachdem die Hauptstadt zwei Wochen lang zum Mittelpunkt des Sports geworden war.
Foto: AP/Agerpres

 

Die amerikanische Basketballmannschaft der Herren musste am Sonntag noch einmal alles geben und sich die Goldmedaille gegen Spanien schwer erkämpfen, doch als am Ende ein 107:100 und der Olympiasieg zu Buche stand, kannte die Freude keine Grenzen mehr. Die Mannschaft um die NBA-Stars LeBron James, Kevin Durant und Kobe Bryant galt als großer Favorit auf den Titel und hat sich im Finale gegen ein starkes Team aus Spanien um die Gasol-Brüder durchgesetzt.

Zwischenzeitlich führten die Iberier zu Anfang des dritten Drittels sogar. Doch die US-Amerikaner ließen sich davon nicht beeindrucken und überzeugten mit einem starken Finish. Spätestens als es 37 Sekunden vor Schluss 104: 95 stand war der Olympiasieg der Amerikaner perfekt. Damit gelang die ersehnte Titelverteidigung der Goldmedaille von Peking 2008. Dritter wurde das russische Team, das sich im Kampf um Bronze gegen Argentinien mit 81:77 durchsetzte.

Durch den Olympiasieg im Basketball konnten die Vereinigten Staaten die 46. Goldmedaille holen und zementierten den beeindruckenden ersten Platz in der Medaillenwertung. Mit 104 Medaillen holte die USA nach dem zweiten Platz von Peking damit wieder die Spitze im Medaillenspiegel von den Chinesen zurück. Vor allem in den Schwimmwettberben mit den Schwimmstars Michael Phepls und Missy Franklin konnten die Amerikaner überzeugen. Zudem wurden Medaillen im Turnen der Frauen geholt (sechs) und in der Leichtathletik 28 Medaillen gewonnen. Das Ziel die beste olympische Sportnation zu sein erreichten die Vereinigten Staaten somit eindrucksvoll.

Nicht so beeindruckend war das Abschneiden der rumänischen Mannschaft. Der Präsident des rumänischen Olympia-Komitees Octavian Morariu hatte auf elf Medaillen gehofft. Am Ende wurden es neun Mal Edelmetal (zweimal Gold, fünfmal Silber und zweimal Bronze), damit wurde ein ingesamt besseres Ergebnis als in Peking vor vier Jahren erreicht(acht Medaillen). Trotzdem war die Delegation etwas enttäuscht, dass nur zwei Goldmedaillen geholt werden konnten. Gute Ergebnisse konnten vor allem im Turnen(drei Medaillen) und im Judo (zwei Medaillen) erzielt werden, während die Ruderer zum ersten Mal seit 1968 ohne Medaille die Heimreise ansetzten. Anstatt sportliche Schlagzeilen machte das Ruder Team eher durch gegenseitige Beschuldigungen zwischen Verband und Athleten auf sich aufmerksam. Überraschend waren hingegen die Goldmedaille im Schießen durch Alin Moldoveanu und die Silbermedaille von Cătălina Ponor im Bodenturnen, die ein starkes Comeback feierte und danach endgültig vom Leistungssport zurücktrat.

Bei den Chinesen hielt sich die Freunde über den zweiten Platz im Medaillenspiegel in Grenzen. Mit nur 87 Medaillen blieben die Asiaten deutlich hinter den USA und schafften es nicht, den Erfolg von der Olympiade im eigenen Land zu wiederholen. Das Ziel war wieder Erster im Medaillenspiegel zu werden und die Leistungen von der letzten Olympiade zu bestätigen. Doch besonders im Turnen gelang dies den Chinesen nicht und so blieb am Ende nur ein enttäuschender zweiter Platz.

Dicht auf den Fersen der Chinesen befinden sich die Russen, die mit 82 Medaillen den drittbesten Wert aller Nationen einfahren konnten. Jedoch konnten auch die Osteuoropäer nicht zufrieden sein, denn mit 24 Goldmedaillen langte es nur zu Platz vier hinter den Gastgebern aus Großbritannien. Unzufrieden war auch das deutsche Team, vom vorher verkündeten Ziel Platz fünf zu bestätigen, war am Ende nicht viel zu sehen. Mit viel Mühe konnte das Deutschland den sechsten Platz vor den Franzosen behaupten und schaffte es nicht, die um zwei Goldmedaillen besser stehenden Koreaner einzuholen. Besonders schlecht schnitt die Mannschaft im Schwimmen ab, wo am Ende keine einzige Medaille geholt werden konnte. Lediglich auf die Ruderer und das deutsche Herren Hockey-Team war wie immer verlass.

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