Vadim Tudor bei PRM-Konvent als Parteichef abgewählt

Ultranationalisten bestätigen Funar als neuen Vorsitzenden

Montag, 29. Juli 2013

Bukarest (ADZ) - Die 770 Delegierten der Großrumänien-Partei (PRM) haben am Wochenende ihren langjährigen Parteichef Corneliu Vadim Tudor abgewählt und ihn auch aus der Partei ausgeschlossen. Zum neuen Vorsitzenden wurde sein Widersacher Gheorghe Funar gekürt. Vadim selbst blieb dem Parteitag fern – aus Feigheit, wie sein Nachfolger behauptet.

Zudem begrenzten die Delegierten die Amtszeiten des Parteichefs auf zwei, um „eine Diktatur wie die Vadims“ künftig zu vermeiden, teilte die PRM mit. Tatsächlich war Vadim seit der Gründung der Partei vor mehr als 20 Jahren ihr einziger Vorsitzender gewesen – und tut sich nun mit dem Amtsverlust schwer. So kündigte er erst einmal Klagen gegen die neue Parteispitze an – seine Abwahl sei nicht statutengemäß gewesen, da er Funar längst aus der Partei ausgeschlossen habe.

Letzteren beschuldigte er, die Zwergpartei für zwei Mio. Euro an „Ex-Securisten verkaufen“ zu wollen – er wisse genau, dass Gespräche mit Dan Voiculescu in Gang seien. Funar, der in den 90er Jahren als Bürgermeister von Klausenburg mit seinen in den Farben der rumänischen Nationalflagge gestrichenen Stadtbänken für Aufsehen gesorgt hatte, verlautete, für Wortgefechte keine Zeit zu haben: Zum einen müsse er sich der Modernisierung der PRM widmen, die 2014 einen eigenen Kandidaten bei der Präsidentenwahl aufstellen werde, zum anderen das Land vom „Diktat Brüssels“ befreien.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 02.08 2013, 13:22
iCH BIN DAFÜR DAS MAN DENEN DEN GELDHAHN ZUDREHT.Ob Rumänien vormal in der EU ist oder nicht ist aus Deutscher Sicht ,genau so wichtig als wenn in China ein Reisbeutel platzt. Sie bringen keinen brauchbaren Beitrag für die EU.Allso ob sie drin oder draußen sind ,sie sind so oder so draußen. Und der inteligente Arzt oder Akademiker geht nach Deutschland .Allso ob drin oder draußen.Das Land bleibt wie es in Wikipedia beschrieben wird. Die Koruption ist tief in der rumänischen Kultur verwurzelt. Das ist das interesse der Rumänen. Las mich in deine tasche schauewn. Ob drin in der Eu oder draußen. Wurscht.
Hanns, 29.07 2013, 15:51
Austreten aus der EU - dann ist das Land vom „Diktat Brüssels“ befreit!

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