Varujan Vosganian: Gesamte Industrie gehört privatisiert

Energieunternehmen sollen allerdings ausgeklammert werden

Samstag, 02. Februar 2013

Bukarest (ADZ) - Wirtschaftsminister Varujan Vosganian zufolge gehört die „gesamte Staatsindustrie privatisiert“, Ausnahmen sollten lediglich bei wichtigen Energieunternehmen gemacht werden.
Es sei sein Hauptziel, dass diese Privatisierungen während seiner Amtszeit vollzogen würden, sagte der Liberale am Donnerstag bei einem Workshop der Industrie- und Handelskammer Prahova.

Auf seiner Privatisierungsliste stehen die Güterbahnsparte CFR Marfă, das Chemiewerk Oltchim, die Bergbauunternehmen Cuprumin und Remin Baia Mare, das Flugzeugwerk Craiova, die Werft bei Mangalia, der Maschinen- und Anlagenbauer Fortus Iaşi u. a. ganz oben. Es sei an der Zeit, beim Staatseigentum mit dem „großen Aufräumen“ zu beginnen, so der Wirtschaftsminister.

Das bisherige Hausrezept des Staates, „sowohl als Überwacher als auch als Marktplayer zu agieren“, habe offensichtlich nichts gebracht und sich in vielen Fällen sogar als schädlich erwiesen, erläuterte Vosganian.

Entsprechend müssen mit Ausnahme von Energieproduzenten und -versorgern „wie Hidroelectrica, Nuclearelectrica, des Weiteren wohl auch Transgaz und Transelectrica und, eventuell, die Personentransport-Sparte der Bahngesellschaft CFR“ sämtliche Staatsunternehmen „vorbehaltlos“ privatisiert werden. Zudem könnten die Grundstücke insolventer oder verlustbringender Staatsunternehmen für die Errichtung von Industrieparks genutzt werden, fügte der Minister hinzu.

Kommentare zu diesem Artikel

Klaus, 02.02 2013, 18:13
Mit dieser privatisierung wurde vor mehr al 20 jahren der untergang der ehemaligen ostblock länder eingeleitet.-Obwohl deutscher (west) war auch ich davon betroffen.Danach fürhte mich mein weg nach Rumänien.wo ich dann bleib.-Privatisierung ist und bleibt kein allheilmittel.-Jeder kleine betreib hat seine berechtigung aber wenn es fabriken sind wie zb "nokia" die nur auf max.-gewin aus sind und dann mal eben verschwinden.Oder rumänische betriebe die ausgeplündert wurden wie auch viele konzerne in anderen ländern.Das ist fortschritt?? Nein danke!! Auch in einem konzern können gewinne erziehlt werden und die arbeiter am gewinn beteiligt werden.--Hinter jeder privatisierung ist die häßliche fratze des kapitalismus sichtbar.(Siehe Sidex - mittal steel.)Wen scheert es das da mal eben 5000 menschen keine arbeit mehr haben und eine region verarmt..
Manfred, 02.02 2013, 12:04
Grundsätzlich ist das ein guter Gedanke.Es dürfte aber klar sein,das in der Folge einige Unternehmen nicht überleben werden und viele Arbeiter ihre Jobs verlieren.Trotzdem,besser ein Ende mit Schrecken...
Rudi, 02.02 2013, 07:44
Dieser Minister hat ja keine Ahnung, und davon sogar sehr viel! Der hatte schon als Umweltminister keinen Wert, und jetzt noch viel weniger! Privatisieren ja,und zwar schnell, aber Industrieparks??? das Land ist doch voll, mit angefangenen Industrieparks und Gewerbebauruinen, die leer stehen!

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*