Verhandlungen mit drei Fluglinien

Kreisratspräsident strebt einvernehmliche Lösung im Streit um die Abnahme des Flughafens an

Freitag, 17. August 2012

Hermannstadt - Die Leitung des Hermannstädter Flughafens stehe in Verhandlungen mit drei Fluglinien, informierte Kreisratspräsident Ioan Cindrea auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz am Dienstag. Bei den Fluglinien handele es sich um Low-Cost-Gesellschaften, die interessiert sind, neue Ziele von Hermannstadt/Sibiu aus anzubieten. Dies habe er bei Treffen mit Flughafendirektor Augustin Sava erfahren. Cindrea erwähnte, dass alle Fluglinien günstige Tarife verlangen würden.

Er vergaß zu sagen, dass der Hermannstädter Kreisrat aus genau diesem Grund im Oktober 2011 die Senkung der Gebühren von rund 30 Euro pro Passagier auf 12 Euro beschlossen hatte. Nach der Veröffentlichung in Fachpublikationen traten diese nach sechs Monaten in Kraft. Ziel damals wie heute war und ist es, die Zahl der Flüge und Passagiere zu steigern und im Wettbewerb mit den Flughäfen in Klausenburg/Cluj und Neumarkt/Tg. Mureş zu bestehen. Cindrea kündigte an, dass – falls notwendig – die Gebühren auch weiter gesenkt werden könnten auf bis zu 6 Euro.

Man sei außerdem in einer „fortgeschrittenem Phase der Analyse für den Frachtbereich“, sagte der Kreisratsvorsitzende. „Unser Ehrgeiz ist es, der bedeutendste Frachtflughafen im Zentrum Rumäniens zu werden.“ Allerdings seien bis dahin noch viele Schritte zu unternehmen.

Cindrea erklärte in Bezug auf die noch immer ausstehende endgültige Bauabnahme des Flughafens, dass er vor Wochenfrist eine neue Kommission eingesetzt habe mit Kreisratsvizepräsident Ioan Banciu. In der kommenden Woche finde ein Treffen mit allen Projektbeteiligten statt, darunter den Projektanten (IPTANA SA und Obermeyer Planen+Beraten GmbH), Beratern (Dornier Consulting) und dem Bauunternehmen (Max Boegl). Ziel sei es, eine einvernehmliche Lösung für die ungeklärte Situation um die Erdrutschungen an der Start- und Landebahn zu finden, die bislang bei Gerichten anhängig ist. Die Rutschungen ereigneten sich bereits im August 2010. Der Kreisrat sah die Verantwortung bislang bei den Planungsbüros und dem Bauunternehmen und hat aus diesem Grund die Endabnahme des 70 Millionen Euro-Projektes verweigert.

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