Verkauf oder Pleite für Millennium Bank Romania

Zu spät eingestiegen: Portugiesen haben die Vorgaben der Troika nicht erfüllt

Freitag, 23. August 2013

Bukarest (ADZ) - Die portugiesische Millennium Bank BCP will sich aus Rumänien zurückziehen durch den Verkauf der Zweigstellen, die derzeit unter einem Prozent Marktanteile haben. Die Muttergesellschaft in Portugal hat von der EU und der EZB im vergangenem Jahr Rekapitalisierungshilfen in Höhe von drei Milliarden Euro aus dem Gesamthilfepaket für Portugal (78 Milliarden Euro) erhalten unter der Bedingung einer radikalen Umstrukturierung, die den Verkauf von Aktiva voraussetzte.
Wie die Nachrichtenagentur Mediafax unter Bezug auf Bankquellen am Mittwoch berichtete, sei Millennium zu spät in Rumänien aktiv geworden (2007), um die von der Troika (IWF, EU und EZB) vorgegebenen Gewinnziele erreichen zu können. Sollte kein Käufer interessiert sein, werde eine freiwillige Liquidation der Bank in Rumänien erfolgen, hieß es.

Auf Anfrage von Mediafax wollte der Sprecher der Millennium Bank Romania, Erik Burns, keinen Kommentar geben. In der Branche aber wird bereits von einem potenziellen Käufer gemunkelt. Im ersten Halbjahr 2013 hat die Millennieum Bank in Rumänien einen Nettoverlust von 3,5 Millionen Euro verzeichnet, das seien zwar 47 Prozent weniger als 2012, damit schreibt die portugiesische Bank aber immer noch rote Zahlen. Die Einnahmen bezifferten sich auf knapp 14 Millionen Euro im ersten Halbjahr. Die Ausgaben waren dabei um 16 Millionen Euro und damit um 10 Prozent niedriger als im Vorjahr, was aber der Zielbeugung nicht ausreicht. Die Ausgabensenkung ist auf die Personalreduzierung binnen zwölf Monaten um 12 Prozent zurückzuführen.

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