Verschuldung des Kreises bald an der Grenze

Flughafenprojekt wieder als erster Punkt auf Sitzung des Kreisrates

Dienstag, 13. März 2012

Kronstadt - Zwar sind sich beide Fraktionen im Kronstädter Kreisrat: die PDL-Angehörigen (in der Minderheit) und die in einer Allianz verbündeten PNL-, PSD- und UDMR-Vertreter (in der Mehrheit) der Bedeutung des Baus des Kronstädter Flughafens bewusst, doch treten immer wieder Kontroversen auf. In jeder Sitzung  kommen zusätzliche Probleme zu dem Projekt auf die Tagesordnung die zu  Spannungen führen.Aufklärungen werden immer wieder  von den PDL-Vertretern  verlangt, die  behaupten, nicht Einsicht in alle Unterlagen zu haben. Schließlich stimmen auch diese für die Beschlüsse.

Die Ausschreibungen für den Baubeginn der Flugpiste wurden gemacht. Nun ging es in der Sitzung vom Freitag um weitere Enteignungen von Grundstücken, die noch ausstehen, Zusatzverträge mit dem Flugzeugbetrieb IAR Weidenbach/Ghimbav und dem Stadtrat dieser Ortschaft bezüglich ihrer Beteiligung am Projekt.

Allgemein  wird bei klärenden Fragen was Finanzierungen betrifft, immer wieder ins Wespennest getreten. Auf die Frage, wie viel der Kreis an Verschuldung noch aushält, kam die Antwort vom Vorsitzenden des Kreisrats: „Nicht mehr viel“. Weshalb habe er aber dann die Fernsehgesellschaft Antena 3 mit 100.000 Euro gesponsert?

Die Antwort lautete: „Ich mache mit dem Geld, was ich will.“ Auch die Vertreter anderer Parteien gehen ähnlich vor. Nicht zu vergessen, es ist ein Wahljahr. Auch die Finanzierung des Restaurierungsarbeiten an der Festung am Kronstädter Schlossberg wurde in Frage gestellt, da diese sich in Besitz des Tourismusunternehmens SC Aro Palace befindet. Weshalb müsse man ein Privatunternehmen unterstützen? Weil laut Gesetz der Kreisrat zuständig für die Instandhaltung von Baudenkmälern ist, war die Aufklärung. Der diesbezügliche Vertrag soll bis zur nächsten Sitzung neu ausgehandelt werden, wurde letztendlich beschlossen.

Nach zwei Stunden andauernden Debatten zu acht Tagungsordnungspunkten, wurden dann die restlichen rund 50 in gutem Einvernehmen abgehackt. Es handelt sich um die Organigramme der Museen, die dem Kreisrat unterstellt sind, um finanzielle Zuwendungen an den Kronstädter Pilotenverband der sein 25-jähriges Bestehen begeht, für die Auslandsreise von Schülern des „Andrei Şaguna“-Kollegs, um sich an einer Facholympiade beteiligen zu können, für Krankenhäuser, an sehr schlecht bemittelte Privatpersonen, die ernste Sozialfälle darstellen.

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