Versicherer Astra unter Sonderverwaltung gestellt

Firmenchef will Entscheidung nicht akzeptieren

Donnerstag, 20. Februar 2014

Bukarest (ADZ) - Die Finanzaufsichtsbehörde ASF hat am Dienstag den mit über vier Millionen Versicherungsverträgen größten Versicherer Rumäniens, Astra Asigurări, unter Sonderverwaltung zur Sanierung der Finanzen des Unternehmens gestellt. Die mit der Verwaltung  beauftragte Beratungsfirma KPMG soll nun unter „äußerster Dringlichkeit“ das Stammkapital von Astra anheben, um die Solvenz des Unternehmens zu gewährleisten sowie eine Bestandsaufnahme der Schadensakten durchführen.

Der Vorsitzende der Aufsichtsbehörde, Dan Radu Ruşanu, erklärte in einer Pressekonferenz, dass Astra die Haftung für größere Risiken übernommen hat, als das Unternehmen tragen kann, und anschließend die Bilanzen geschönt hat. Im Falle eines großen Ereignisses, wie zum Beispiel ein starkes Erdbeben, könnte der Versicherer seinen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Ansteckungsgefahr auf den Versicherungsmarkt sowie das Bankenwesen stufte Ruşanu unter Bezug auf Analysen sowohl der ASF als auch der BNR als sehr gering ein.

Der Geschäftsmann und Besitzer von Astra, Dan Adamescu, erklärte seinerseits, dass die ASF bisher keine Kapitalerhöhung vom Unternehmen verlangt hätte, die Aufsichtsbehörde das Systemrisiko völlig falsch einschätze und das Ziel nicht die Lösung des Problems, sondern die Auflösung des Unternehmens sei. Er werde die Entscheidung der ASF vor Gericht anklagen.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 21.02 2014, 02:42
Hier scheint jemand drauf und dran gewesen zu sein eine Riesenpleite vorzubereiten. Das ist im Finanzgewerbe möglich wenn keine guten externen Kontrollen bestehen . In D gibt es hierfür Banken- und Versicherungsaufsicht sowie die Kontrollen der Bundesbank.

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