Verwaltungsreform: Regionen mit mehreren Hauptstädten

Vizepremier Dragnea erläutert aktuellen Arbeitsentwurf

Mittwoch, 20. Februar 2013

Bukarest (ADZ) – Innerhalb der Koalition laufen die Debatten zur geplanten Verwaltungsreform auf Hochtouren, zumal viele Lokalpolitiker die Schwächung ihres Einflusses fürchten. Der mit der Verwaltungsreform beauftragte Vizepremier Liviu Dragnea bemühte sich am Montag daher, die gesträubten Gefieder etwas zu glätten: Ein formelles Projekt stehe noch nicht fest, derzeit gebe es lediglich einen Arbeitsentwurf, der für die acht geplanten Regionen gleich mehrere Hauptstädte vorsehe, sagte Dragnea auf einer Pressekonferenz.

Man sei darauf bedacht, „dass jeder Landeskreis und Bürger möglichst viel von der Verwaltungsreform hat“, daher solle „der Verwaltungsaufwand“ nicht in „einer einzigen Stadt gebündelt“, sondern auf mehrere Städte verteilt werden. So etwa könne eine Stadt die regionale Finanzdirektion und eine andere die Umweltbehörde beherbergen, so Dragnea.  Unter den Lokalpolitikern sorgten die Erklärungen für gemischte Gefühle.

Positiv kamen sie in der künftigen Region Südost an: Es sei gut, je mehr Städte einer Region mit „Aufgaben“ zu betrauen, äußerte der Bürgermeister von Brăila, Aurel Simionescu. Der Vorsitzende des Kreisrates Neamţ, Culiţă Tărâţă, zeigte sich weniger begeistert: Eine Verwaltungsreform habe nicht „sowohl Ionescu als auch Popescu“ zufriedenzustellen, sondern „gründlich durchgezogen“ zu werden  und dabei sei eine „Regionalhauptstadt mit guter Infrastruktur und Logistik“ eben unerlässlich.

Kommentare zu diesem Artikel

Helmut, 20.02 2013, 16:25
Jetzt gibt es einen Entwurf und über diesen muß eben s a c h l i c h diskutiert werden und danach werden Entscheidungen getroffen.Allen wird man es aber nie Recht machen können.
Klaus, 20.02 2013, 14:50
Ganz richtig, da solle endlich die grenzen gezogen werden wo politiker versuchen alles in die tasche zu bekommen.eine zersplitterung bedeutet das da viel gefahren wird und das telefon steht auch nicht still.--Der quatsch der wegen Berlin - Bonn gemahct wurde belastet auch nach 22 jahren den haushalt mit millionen beträgen.-Im kleinen für Rumänien wären das dann reisen von hauptstadt zu hauptstadt mit spesen, dienstwagen und natürlich faHRER.--Wehret den anfängen denn das wird teuer.

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