Victor Ponta stellt Präsidentschaftsprogramm vor

Dessen Titel lautet „Die große Vereinigung der Rumänen“

Donnerstag, 25. September 2014

Bukarest (ADZ) - Der Kandidat der Linkskoalition im nahenden Präsidentschaftsrennen, Regierungs- und PSD-Chef Victor Ponta, hat am Dienstag auf seiner Webseite erstmals sein Präsidentschaftsprogramm vorgestellt. Leitmotive des 36 Seiten starken Dokuments sind die „große Vereinigung der Rumänen“ und der „Stolz, Rumäne zu sein“.

Das Programm stellt die Stärkung des Sozialstaats und einen „nationalen Pakt“ mit „allen politischen und sozialen Akteuren“ in Aussicht. Die ethnischen Minderheiten im Land bleiben unerwähnt, dafür widmet Ponta dem „Stolz, Rumäne zu sein“ gleich ein ganzes Kapitel, besagte Devise soll zudem ein „Kernziel des Staates und der Gesellschaft“ werden. Die „große Vereinigung“ scheint vor allem als Aussöhnung gedacht, da sie das „Wegfallen der Schranken zwischen uns bzw. den Anhängern des Links- und Mitte-Rechts-Lagers (...), zwischen denen, die auf Staatshilfe angewiesen sind oder nicht, zwischen Leistungsfähigen und weniger Leistungsfähigen“ visiert.

Ausdrücklich verspricht der Präsidentschaftskandidat, sich für die Anhebung von Löhnen und Renten und den Ausbau des Sozialstaates einsetzen sowie Rumänien zum Status einer „regionalen Top-Volkswirtschaft“ verhelfen zu wollen. Angestrebt wird zudem eine Wahlrechtsreform sowie der erwähnte „nationale Pakt“ zwischen den wichtigsten Parteien, dessen Gültigkeit „mehrere Amtszeiten“ umfassen soll.

Kommentare zu diesem Artikel

Hanns, 29.09 2014, 11:18
@Sraffa - man kann die Ungarn mögen oder nicht; Fakt ist aber das zumindest in Covasna und Harghita die Situation genau so ist wie in Südtirol. Es stimmt zwar, dass es in Südtirol in weiten Gebieten eine klare deutsche Mehrheit gibt, aber das gilt nicht für die großen Städte bzw. für die südlichsten Gebiete. In Bozen gibt es nur mehr ca. 25% Deutsche. Das Grödnertal und das Gardertal sind fast zu 100% von Ladinern bewohnt. Trotzdem leben seit Bestehen der Autonomie alle drei Volksgruppen ohne Probleme zusammen.
Sraffa, 29.09 2014, 02:01
@Hanns: In Südtirol gibt es tatsächlich in weiten Gebieten eine kulturelle deutschsprachige Mehrheit ; dies ist in den vergleichbaren Gebieten Rumäniens nicht (mehr) der Fall - vielleicht eine Mehrheit, aber keine echte Dominanz. Ich denke es muß ein konstruktives Miteinander geben - mit Diskriminierungen kommt man da nicht weiter ! Die Ungarn sollten auch nachdenken warum sie bei Ihren Nachbarn so unbeliebt sind.
Hanns, 28.09 2014, 20:20
@Sraffa - Sie bezeichnen es als "verloren gegangene Epoche der Kolonialherrschaft"; andere sehen es sei dieser Zeit als Bevormundung der Zentralregierung in Bukarest! Kommt immer darauf an von welchem Blickwinkel man die Sache betrachtet. Schauen Sie bitte nach Südtirol - dort funktioniert die Autonomie seit 1972 bestens und alle sind zufrieden.
Sraffa, 27.09 2014, 02:42
@Hanns : Vermutlich aus Trauer über die seit 1918 verloren gegangene Epoche der Kolonieherrschaft. Autonom sein wollen und Autonom sein ertragen können sind zweierlei - schauen Sie sich in den Palästinensergebieten um. Brüssel wird auf absehbare Zeit nicht in der Lage sein, ein "Europa der Regionen" zu führen.
Wie ich ausserdem höre gehören die Gebiete mit hoher Ungarischer Präsenz zu den wirtschaftlich unterentwickelten Gebieten Rumäniens und eine Diskriminierung der Rumänischen Bevölkerung durch die Ungarische Minderheit scheint auch gegeben. Bisher wurde dieses Thema durch Rumänische Medien nicht verschärft diskutiert. Generell ecken die Ungarn ständig in den Nachbarländern an , siehe Slowakei, Serbien usw. Alles keine guten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start als "Exklave" im 21. Jahrhundert. Oder wie sehen Sie das , Hanns, mit Ihrem kolonialen Selbstverständnis als Altroyaler KuK-Kämpfer ?
Hanns, 27.09 2014, 00:26
@Sraffa - schön, dass Sie das so sehen. Aber bitte erklären Sie mir warum die Ungarn/Szekler mit der jetzigen Situation nicht zufrieden sind und autonom sein wollen.
Sraffa, 26.09 2014, 23:05
Auf die Frage "worauf kann man in Rumänien stolz sein" gibt es viele positive Antworten ; hier nur exemplarisch eine : Es gibt wohl kein Land in Europa in dem so viele unterschiedliche Kulturen und Minoritäten leben ohne daß dies zu ernsten Spannungen führt wie es zum Beispiel in Spanien,Irland und UK, Jugoslawien, Korsika, Griechenland der Fall ist. Die Rumänische Kultur und Selbstverständnis der Rum. Menschen hat das alles in unvergleichlicher Toleranz bisher erledigt. Nicht umsonst hat der Ex-Bundespräsident Herzog Rumänien diesbezüglich als leuchtendes Vorbild in Europa gelobt.
Sraffa, 26.09 2014, 22:38
Das fehlende Zusammengehörigkeitsgefühl im Kopf zu vieler Rumänen ist nicht gut und auch überhaupt nicht der reichen Rumänischen Kultur angemessen. Es ist schon verständlich wenn Politiker dies aufgreifen. Dasß daraus ein abzulehnender Nationalismus würde erscheint in Rumänien ausgeschlossen.
Gerd, 26.09 2014, 18:27
@ion:Am besten man beachtet diesen Clown "Nobbi" gar nicht, der Junge hat schwer was an der Waffel......anscheinend hat er wieder mal Ausgang aus der Klapse bekommen, nur leider sind seine Heilungsfortschritte immer noch gleich Null.
ion, 26.09 2014, 08:57
@Herr Norbert.2 Fragen habe ich an Sie:Reiten Sie auf einem Esel oder einem Pferd durch Rumänien?Gibt es neue Regeln für die Rechtschreibung in Deutschland?Meine Kinder haben Ihren Beitrag gelesen und mir Fragen gestellt,ob jetzt alles anders geschrieben wird als sie in der Schule lernen.
norbert, 26.09 2014, 01:55
Da schreibst ein Herr Hanns Das sich rumänien im 21 Jahrhundert befindet. Herr Hanns.ich bin West deutscher und bereite das Land privat wie geschäftlich seit über 15 Jahren.es gibt nur ganz wenige Menschen die mehr von rumänien gesehen hat wie ich. Dieses Land ist in der Gesamtheit so rückständig wie kein anderes Land in Europa. Die meisten Dörfer sehen aus. Da können sie kleinen Kindern angst machen. Die Verwaltung in allen Bereichen ist mit das schlechteste was es gibt. Die Politik kein Kommentar. DIE Berufliche Ausbildung gibt es die überhaupt. Ich könnte so weiter fahren bis morgen. Was einigermaßen funktioniert ist fast alles in ausländischer Hand. Und jetzt rechnen sie mal die Kontrollen weg wie EZB IWF europäische Union. Die nichts anderes tun als rumänien rund um die Uhr zu kontrollieren. Und jetzt rechnen sie mal die Milliarden euro pro Jahr die rumänien bekommt.noch weg. Da ist Rumänien im 18 Jahrhundert. Die Menschen verlassen seit 1990 das Land. Ohne das es endet. Ärzte wie Romas. Man schätzt das über 100000 Frauen aus Rumänien nur in Deutschland in der Prostitution sind. Dieses Land befindet sich im Mittelalter. Es gibt hier in Deutschland keine Stimme keine Partei. Die nicht sagt das rumänien in der EU ein Fehler War sie unter d i eben Bedingungen aufzunehmen. Rumänien Ist Kein ZUKUNFTSMODELL.

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