Viel zu harte Strafe für Schüler aus Fatschet?

Eltern fordern Erklärungen vom Temescher Kreisschulamt

Dienstag, 14. Juli 2015

rn. Temeswar – Aufregung vor dem Gebäude des Temescher Kreisschulamtes in Temeswar/Timişoara: Dutzende Eltern der Schülerinnen und Schüler aus Fatschet/Făget, die des Abiturs verwiesen worden waren, versammelten sich dort, um eine Erklärung für die Geschehnisse zu bekommen. Sie forderten Gerechtigkeit und wollten die Videoaufnahmen aus den Prüfungsräumen sehen. Einige klagten sogar mit dem Gericht. „Wir glauben, dass die Kinder unschuldig sind. Wir wollen die Aufnahmen, die Beweise sehen“, sagten die Eltern. Es ist ein paar Tage her, seitdem insgesamt 94 Schülerinnen und Schüler am Traian-Vuia-Lyzeum in Fatschet der Prüfung verwiesen wurden. Sie wurden beim Abschreiben erwischt – und das vor den Augen der Aufseher, die sie teilweise bei ihrem Betrugsversuch unterstützten, wie Unterrichtsminister Sorin Cîmpeanu mitteilte (die ADZ berichtete). Die Eltern der Prüflinge finden, dass die Strafe, von zwei Prüfungszeiten ausgeschlossen zu sein, viel zu hart sei. Die Aufseher sollten zur Rechenschaft gezogen werden, denn immerhin sei es deren Aufgabe gewesen, dafür zu sorgen, dass niemand abschreibt. Sie leugneten aber nicht, dass die Schülerinnen und Schüler Spickzettel hatten. Die Kreisschulamtsleiterin Aura Danielescu teilte der Presse mit, dass die Untersuchungen im Fatscheter Abschreib-Fall am laufen sind und auch die Aufseher, die gegen das Arbeitsgesetz verstoßen haben, bestraft werden.

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