Viele junge Hochkaräter bei Deutschen Filmtagen

Hauptsächlich aktuelle Kinoproduktionen, ein Herzog-Klassiker

Donnerstag, 07. November 2013

Bukarest - Neben einem Klassiker der Filmkunst werden bei den Deutschen Filmtagen von Samstag, dem 9. November, bis Donnerstag, dem 14. November, hauptsächlich aktuelle deutsche Kinoproduktionen aus unterschiedlichen Genres gezeigt. Mit im Programm des Studio-Kinos (Bd. Gen. Gheorghe Magheru 29) ist gleich am Eröffnungstag ab 20.30 Uhr der vielfach preisgekrönte Spielfilm „Oh boy!“ (2012, 83 Min.) des Regisseurs Jan-Ole Gerster aus dem Jahr 2012. Der als ultimativer Berlin-Film und Seelenporträt der Generation um die Dreißig gefeierte Schwarzweißfilm folgt einem jungen Mann, der sich ziellos einen Tag und eine Nacht durch die deutsche Hauptstadt treiben lässt. Neben weiteren Preisen erhielt „Oh Boy!“ den Deutschen Filmpreis in den Kategorien Bester Film, Bestes Drehbuch, Beste Regie und Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle.

Zuvor jedoch, um 17.15 Uhr, markiert noch ein anderes Werk den Beginn der Filmtage: „Quellen des Lebens” (2013, 174 Min.) von Oskar Roehler. Roehler erzählt bewegend und mit viel Humor die Geschichte von Robert Freytag und seiner Familie über drei Generationen – und damit zugleich die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Der Film beruht auf Roehlers Autobiografie „Herkunft“ und wurde bis in die Nebenrollen hinein mit Jürgen Vogel, Moritz Bleibtreu und Kostja Ullmann hervorragend besetzt. Das Programm mit den vielen weiteren jungen Hochkarätern der deutschen Filmkunst wird am Abschlusstag durch einen Klassiker von 1972 abgerundet: Klaus Kinski in „Aguirre – Der Zorn Gottes“ (93 Min.) von Regisseur Werner Herzog. Im Anschluss und als letzte Vorführung während der diesjährigen deutschen Filmtage wird Werner Herzogs „Mein liebster Feind“ gezeigt, ein Dokumentarfilm, in dem Herzog die Geschichte einer Hassliebe zwischen ihm als obsessiven Regisseur und dem cholerischen Schauspieler-Berserker Kinski erzählt.

Alle Filme werden mit rumänischen Untertiteln präsentiert. Filmkritiker Andrei Creţulescu kuratiert in diesem Jahr die deutschen Filmtage, die in Zusammenarbeit mit dem Rumänischen Cineastenverband stattfinden. Das Programm finden Sie im Internet auf der Seite des Goethe-Instituts in Bukarest unter „Veranstaltungen” und „Deutsche Filmtage”.

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