Volontariatjahr 2017 eingeleitet

Umweltschützer aus Orawitza arbeiten weiter mit Schulen zusammen

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Orawitza – Das Volontariatsjahr 2017 zum Schutz der Umwelt eingeleitet hat die Umweltschutzorganisation GEC Nera aus Orawitza gemeinsam mit Vertretern der Lyzeen „Clisura Dunării“ aus Neumoldowa und „Matthias Hammer“ aus Anina. Die Begegnungen fanden in den beiden Schulen statt, wobei erst mal in den beiden Schulen das Volontariatsjahr 2016 abgeschlossen wurde, indem den aktivsten Schülern anlässlich des Europäischen Volonatriatsjahrs, das soeben ausläuft, Teilnahmediplome ausgehändigt wurden.

Daraufhin präsentierte GEC Nera die Volontariatsaktionen, die für 2017 geplant sind und stellte die Volontäre vor, die in diesem Winter ihre Ausbildung als Volontäre in Sachen Umweltschutz machen werden. In den beiden Schulen haben sich insgesamt 45 Schüler der Klassen 10-12 dafür vormerken lassen. Die Ausbildung beginnt bereits jetzt, im Dezember 2016, und dauert bis April 2017. Am Aninaer „Matthias Hammer“-Lyzeum wird zusätzlich ein Lehrgang für „Führer im Ökotourismus“ angeboten, die ausschließlich in den geschützten Arealen des Banater Berglands tätig sein sollen sowie in den Naturparks des südöstlichen Banats. Als Besonderheit und Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen den Umweltschützern nördlich und südlich der Donau werden die Volontäre der beiden Länder auch als Naturführer in den Nationalparks des jeweiligen Nachbarlands – „Naturführer in den geschützten Arealen des historischen Banats“ - ausgebildet.

In Neumoldowa nahm der seit Juni im Amt befindliche und sich in allen Bereichen stark engagierende Bürgermeister Adrian Torma an der Veranstaltung teil. „In meinen Augen ist die Tätigkeit der Umweltschützer gerade in einem alten Bergbaugebiet wie unserem sehr wichtig und eine notwendige Unterstützung der Aktivitäten des Rathauses. Die Umweltprobleme, die uns der Bergbau durch seine ungesicherten Gruben, durch die (noch nicht zerstörten) Aufarbeitungsanlagen, durch die vielfältige Verseuchung von Boden und Grundwasser und durch die ungesicherten Abraumhalden hinterlassen hat, für welche der Staat die volle Verantwortung trägt, sind ein entscheidender Behinderungsfaktor der lokalen Raumentwicklung“, sagte Torma.

Der ehemalige PNŢcd-Abgeordnete Cornel Popovici-Sturza, Präsident der Umweltschutzorganisation GEC Nera, betonte: „Wir brauchen eine weit manifestere Haltung der Zivilgesellschaft gegenüber den permanenten Aggressionen, denen die Natur ganz allgemein, vor allem aber die Natur- und Nationalparks ausgesetzt sind. Seitens der Erwachsenen gibt es immer noch extrem viel Beharren auf dem Bestehenden und bewusst zur Schau getragene Blindheit gegenüber der Umweltverseuchung. Deshalb müssen wir uns verstärkt bemühen, die Jugendlichen in einem anderen Geist zu erziehen und sie festigen hinsichtlich einer ganz anderen Haltung der Natur gegenüber.“  Die Schulleitungen – Cornel Boboescu, Schulleiter in Neumoldowa, Mihaela David, Schulleiterin in Anina – haben entschieden, die Volontärskurse für Umweltschutz den teilnehmenden Schülern als extracurriculäre Tätigkeit anzurechnen.

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