Vom Garcin-Tal zum Bolnok

Montag, 20. November 2017

Im dichten Tannenwald schimmert nur das Blau des Himmels durch.

Schöne Aussicht auf das Astra-Viertel und auf einen Teil des Burzenlandes

Die neue Hütte am Bolnok
Fotos: der Verfasser

Noch ist der Winter nicht da und manch schöner Herbsttag lädt zum Wandern ein, vor allem wenn es nicht unbedingt im Hochgebirge sein muss, wo bereits die ersten Schneefelder aufgetaucht sind. Das scheinen auch die Kronstädter erkannt zu haben, denn bei jeder der Haltestellen, die der Linienbus 17B (Hauptbahhof – Untertömösch) im Astra-Viertel passiert, warten Rentnergruppen mit Rucksäcken und Wanderstöcken.

Für unsere Wanderung nehmen wir aber den Bus, der vom ehemaligen Lkw-Werk nach Săcele fährt. Bei der Endstation steigen wir aus und gehen rund 40 Minuten entlang des Forstweges, der durchs Garcin-Tal führt. Am Sonntagmorgen ist es da ruhiger als sonst. Nachdem wir das Forsthaus hinter uns gelassen haben, erkennen wir das rote Dreieck am Straßenrand gleich doppelt an zwei Tannen angemalt.

Von da beginnt der Weg zum Bolnok, der unlängst frisch markiert wurde. Leider fehlt ein Wegweiser mit den wichtigsten Infos, so dass man leicht den Einstieg in die Trasse verpassen kann. Der Weg führt entlang des Muşatul-Baches, mal direkt am Flussbett, mal oberhalb von diesem. Er steigt durch Tannenwald, bis wir am Kamm ankommen. Da gibt es einen schönen Ausblick auf das Kronstädter Astra-Viertel, aber auch auf Honigberg. In der Ferne sind sogar die Wohnblocks von Sanktgeorgen/Sf. Gheorghe zu erkennen. Der Weg folgt im Großen der Höhenlinie und führt durch einen Hang, der abgeholzt wurde und wo nun Unterholz und Himbeersträuche wachsen. Bald sind wir bei der Kreuzung mit dem Weg zur Hohensteinhütte (4 ½ Stunden, blaues Band) angelangt. Von da sind es nur wenige Minuten bis zur Bolnok-Wiese – früher im Sommer oft ein beliebter Picknick-Platz für die Kronstädter. Die alte Hütte ist vor Jahrzehnten abgebrannt – eine neue wurde rund 400 m oberhalb der alten errichtet.

Ein warmes Essen ist da leider nicht zu haben. „Kein Wasser“, entschuldigt sich der Hüttenwart. Eine Ciucaş-Bierdose zu 5 Lei dient als Suppenersatz und vom Duft des gegrillten Fleisches wird man auch satt. Bären seien da nicht aufgetaucht, erzählt der Mann von der Hütte. Dafür bereiten neuerdings die Wildschweine Schwierigkeiten. Sie fürchten inzwischen nicht einmal die Hunde der Hütte.

Von der Hütte sind wir in 30 Minuten unten im Tal, weiter dem roten Dreieck folgend. Das blaue Band führt nämlich nach Baciu  - das erste der sieben Dörfer von Săcele.

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