Von allerlei Phantastischem

Mercedes Echerer auf den Spuren von Märchen, Mythen und Musik des Donauraumes

Sonntag, 18. November 2018

Mercedes Echerer liest aus dem Geschichtenband „Donau – Märchen, Mythen & Musik“
Foto: Vlad Rotaru

Auf Einladung des Österreichischen Kulturforums Bukarest, unter der Leitung von Thomas Kloiber, fand am Freitag, dem 9. November 2018, ein literarischer Abend mit Musik im CreArt Bukarest statt.

Die österreichische Schauspielerin Mercedes Echerer nahm das zahlreich erschienene Publikum mit auf eine Reise entlang des Stromes, der uns Europäer verbindet. Sie erzählte, spielte und sang sich von dessen Ursprung in Deutschland bis zu seiner Mündung ins Schwarze Meer. Dabei las und interpretierte sie Geschichten aus dem 2012 erschienenen Buch „Donau – Märchen, Mythen & Musik“, für dessen Erscheinen neben der Schauspielerin unter anderen auch Christine Nöstlinger, André Heller und György Buda verantwortlich waren. Neben einer deutschsprachigen Variante ist der Geschichtenband auch in einer deutsch-rumänischen und deutsch-slowakischen Fassung erhältlich, der ein Hörbuch mit ausgewählten Interpretationen beigelegt ist.

Erzähler dieser Geschichten am Strom ist Erfewalu (Erde, Feuer, Wasser, Luft), der als Wandler in der Lage ist, sich in alle denkbaren Gestalten zu verwandeln, und uns von seinen „Wandlereien entlang der Donau“ erzählt. Für den Bukarester Abend wählte Mercedes Echerer ein Märchen aus Deutschland, in dem sie von der unerfüllten Liebe zwischen Sonne und Mond erzählte, bevor sie weiter nach Österreich und in die Slowakei führte, wo ein Zigeuner als kluger Advokat einen Streit schlichtete. In Serbien machte sie das Publikum mit den Vilen, wunderschönen und feenhaften Naturgeistern bekannt, bevor in Rumänien der tollpatschige Danila den Oberteufel Skaraótzki besiegte. Die Reise endete mit dem moldawischen Märchen „Der Welt Lohn“.

Musikalisch großartig begleitet wurde Mercedes Echerer auf ihrer Reise vom Donau-Trio, bestehend aus Aliosha Biz (Geige), Andreea Chira (Panflöte) und Adrian Gaspar (Klavier).
Das Publikum erlebte im gemütlichen Ambiente des CreArt einen Kulturabend der besonderen Art, der die europäische Vielfalt, die Mehrsprachigkeit und den reichen Geschichtenschatz des Donauraumes in den Vordergrund stellte.

 

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