Von der Hohen Rinne nach Răşinari

Neue Reihe „Wandern in den Karpaten“ im Hermannstädter Schiller-Verlag

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Die Broschüre „Von der Hohen Rinne über die Poiana Onceşti nach Răşinari“ (ISBN: 978-3941271937) ist im Schiller-Verlag erschienen und kostet 15 Lei.

Hermannstadt - Zum Jahresende lanciert der Hermannstädter Schiller-Verlag eine neue Broschürenreihe unter dem Titel „Wandern in den Karpaten“. Die in loser Folge erscheinenden Hefte beschreiben bekannte Orte in den Karpaten und von hier ausgehende Wanderrouten. Interessanterweise macht Heft 2 den Auftakt zur Reihe – die als Nummer 1 vorgesehene Broschüre über den Bulea See/Bâlea Lac ist nach Angaben des Verlags noch nicht fertiggestellt. Seit diesem Montag also ist die Broschüre „Von der Hohen Rinne über die Poiana Onceşti nach Răşinari“ im deutschsprachigen Buchhandel erhältlich.

Verfasser des 16-Seiten zählenden Heftes ist Bernd Schumacher, ein Geographielehrer, der im Rahmen eines deutsch-rumänischen Schülerprojektes im Zibinsgebirge/Munţii Cindrel wandern war. Zu Beginn der Lektüre erfährt der Leser einige interessante Fakten über die Geschichte der Hohen Rinne/Păltiniş. Die Entwicklung zum Kurort – übrigens der mit 1440 Metern höchst gelegene Rumäniens – begann demnach 1894 und wurde maßgeblich vom Siebenbürgischen Karpatenverein gefördert, der unter anderem ein Kurhaus errichtete. 1902 entstand auf dem Onceşti-Gipfel die „Dr. Karl-Conradt-Warte“, von deren erhaltenen Fundamenten man bis heute einen schönen Rundblick über das Zibins- und das Lauterbachgebirge hat. Weitere Infokästen informieren über die Geschichte des Ortes Răşinari, die Tradition der Transhumanz oder die Herkunft des Hermannstädter Trinkwassers.

Vom Onceşti aus führt der im Folgenden beschriebene Wanderweg („roter senkrechter Balken auf weißem Grund“) über die Poiana Onceşti und die Wolfswiese hinunter nach Răşinari. Der Wanderer hat auf der Strecke 200 Höhenmeter Auf- und 1000 Abstieg zu bewältigen. Die Länge der Strecke beträgt 16 bzw. 21 Kilometer, je nachdem, ob der Sessellift am Onceşti (täglich geöffnet ab 9 Uhr) benutzt wird. Während der mit großformatigen Farbfotos bebilderten Tourbeschreibung gibt es immer wieder Hinweise auf andere Wanderwege in der Gegend. Über 60 Kilometer Wanderwege beginnen auf der Hohen Rinne, viele interessante Wanderziele liegen in der Umgebung, beispielsweise die Zibinsschlucht/Cheile Cibinului oder die Zibinseen.

Es ist schade, dass nicht mehr der existierenden Wanderrouten in dem Heft vorgestellt werden. Dies hätte die Broschüre zu einem nützlichen Begleiter auf einer Fahrt zur Hohen Rinne gemacht. In der jetzigen Form ist es eine hübsche Wanderbeschreibung eines Schulausfluges. Es bleibt zu hoffen, dass der Verlag diese gute Idee eines handlichen Wanderführers künftig ausbaut und den Nutzwert für den Käufer erhöht.

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