Von direkter Flugverbindung bis Schüleraustausch

Kronstädter Vorschläge im Rahmen einer Städtepartnerschaft mit Nürnberg

Samstag, 05. Juli 2014

George Scripcaru (links) und Dr. Ulrich Maly nach der Unterzeichnung des Abkommens zur Zusammenarbeit im Nürnberger Bürgermeisteramt

Kronstadt - Noch haben Kronstadt/Braşov und Nürnberg keine offizielle Städtepartnerschaft. Sie sind „befreundete Kommunen“, könnten aber bereits im Herbst, wenn der Gegenbesuch einer Nürnberger Delegation mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly in Kronstadt erwartet wird, diese Städtefreundschaft zur Städtepartnerschaft ausbauen. Am 20. Juni unterzeichneten in Nürnberg die Bürgermeister der beiden Städte, George Scripcaru und Dr. Ulrich Maly, ein Abkommen betreffend zukünftige Zusammenarbeit.  Christian Macedonschi stellte unlängst auf einer Pressekonferenz beim Kronstädter Forum, in seiner Eigenschaft als Forumsstadtrat und Mitglied der Kronstadt-Delegation in Nürnberg, einige Vorhaben vor, die im Rahmen der erwarteten Städtepartnerschaft angestrebt werden könnten.

Sie reichen von einer gemeinsamen Kandidatur für den Titel einer europäischen Kulturhauptstadt des Jahres 2021 (nach dem Muster des 2007 erfolgreichen Tandems Hermannstadt – Luxemburg) bis zu Kooperation im Bereich Tourismus, Förderung der jeweiligen traditionellen Gastronomie in der Partnerstadt oder Schüleraustausche, da es in Kronstadt das deutschsprachige Honteruslyzeum gibt. Freundesvereine in beiden Städten sollen dabei die Stadträte und Behörden motivieren und unterstützen. Falls der Kronstädter Flughafen in den nächsten Jahren fertiggestellt wird, wären Direktflüge zwischen Kronstadt und Nürnberg denkbar. Der zukünftige Kronstädter Flughafen sei durchaus vergleichbar mit jenem in Nürnberg, sagt Macedonschi. Nürnberg liegt zwischen den Flugmetropolen Frankfurt a.M. und München; Kronstadt hat Bukarest und Hermannstadt als wichtige Flughäfen zu direkten und nahen Nachbarn. Das Nürnberger Beispiel beweise, dass auch in so einer Lage eine der Rentabilität entsprechende Auslastung an Fluggästen und Frachtflügen möglich sei. Kreisrat und Stadtrat Kronstadt  könnten Flughafengesellschafter sein, so wie im Fall Nürnberg, wo das Bundesland Bayern und der Stadtrat Nürnberg sich diese Eigenschaft teilen, behauptet Macedonschi.

Er selbst sei beiden Städten eng verbunden: mit Kronstadt durch die Geburt, mit Nürnberg durch die Ausbildung nach der Auswanderung und die dort verbrachten prägenden Lebensjahre. Viele andere gebürtige Kronstädter (Sachsen wie auch Rumänen), aber auch Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben haben ihren Wohnsitz im Raum Nürnberg und stellen eine Brücke zwischen beiden Städten dar, wie z.B. der Verein „Romanima“ der sich von Anfang an stark für die Intensivierung der Beziehungen zwischen Kronstadt und Nürnberg eingesetzt hat. Nürnberg wäre die erste Partnerstadt Kronstadts in Deutschland; mit dem österreichischen Linz hat die Stadt am Fuße der Zinne seit einigen Jahren einen Partnerschaftsvertrag abgeschlossen.

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