Von Mikrokosmos zu Mikrokosmos

Mittwoch, 13. November 2013

Aus dem Mikrokosmos Hermannstadt wünsche ich meinen Kolleginnen und Kollegen von der Banater Zeitung zum 20. Geburtstag weiterhin viel Schaffenskraft und schöne Themen für ihre Arbeit bei der Berichterstattung aus dem Mikrokosmos Banat. Als einziges Sprachrohr der Banater Schwaben in Rumänien stehen sie Woche für Woche im Spannungsfeld zwischen den zahlreichen Veranstaltungen in dieser Region und dem Machbaren. Aber gerade darin liegt ja auch die Stärke der Banater Zeitung: Lokales in deutscher Sprache aus dieser Region anzubieten, so nah wie möglich an das Geschehen heranzutreten, an die Menschen, die dieses Geschehen gestalten oder erleben und davon zu berichten. Die breite Themenpalette reicht von Wirtschaftsmeldungen, Theater- und Buchrezensionen bis hin zu Reportagen aus den Banater Gemeinden, nicht nur wenn dort Kirchweih gefeiert wird. Schulwesen und Gesundheitsfragen kommen auch nicht zu kurz und auch die Geschichte der Region und die regelmäßige Berichterstattung zur Landespolitik des aus Temeswar stammenden DFDR-Abgeordneten Ovidiu Gan] haben einen festen Platz in der BZ. Die BZ bedient in der Tradition der Neuen Banater Zeitung auch den Bedarf an Mundart, um es so zu sagen. Die Pipatsch bietet in der banat-schwäbischen Mundart Vergnügliches, Humoristisches so gut, dass es eine Freude ist. Nicht nur für die Banater Schwaben, muss ich gestehen...

Seine Themen in einem Mikrokosmos, also in einem relativ kleinen Kreis zu sammeln und so zu „verpacken“, dass sie auch außerhalb dieses Kreises interessierte Leserinnen und Leser finden, auch das können die Kolleginnen und Kollegen von der BZ auf ihre Fahne schreiben. Im Zeitalter des Google(n) ist das eine durchaus beachtliche und lobenswerte Leistung. Die Berichte, die in der BZ zu lesen sind, sind nur dort zu lesen, das heißt, dass die Redakteurinnen und Redakteure vor Ort waren und sich den Text nicht aus dem Internet geholt und bearbeitet haben. Auch das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit im „Blätterwald“ der geschriebenen Presse. Dafür gebührt den Kolleginnen und Kollegen auch ein aus ganzem Herzen ausgesprochenes Lob.

Da ich gerade „Lob“ schreibe, fällt mir ein, dass sich darauf „Worschtkoschtprob“ reimt. Dieses gesellschaftliche Ereignis, in dem die Wurstproduzenten aus dem Banat im Mittelpunkt stehen, darf man bei solch feierlichen Anlässen nicht vergessen. Es ist auch eine Gelegenheit für die BZ-Leute, noch näher heranzutreten an ihre Leserschaft und vielleicht dabei auch noch weitere Leserinnen und Leser für sich zu gewinnen. Schließlich geht die Liebe durch den Magen, auch wenn es um die Wurst geht. Zum 20. Jubiläum der BZ hätte ich diesbezüglich einen Vorschlag: Könnte man nicht zu der Worschtkoschtprob auch Siebenbürger Produzenten einladen und damit ein von einigen Insidern schon im Geiste seit langem geplantes „Schwachsentreffen“ kulinarisch vorzubereiten? Die Hermannstädter Zeitung stellt sich gerne als Partnerin zur Verfügung.

Und noch etwas muss an dieser Stelle gesagt werden: Die Banater Zeitung versteckt sich nicht „im Mantel“ der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien, sondern hat ein eigenes Leben entwickelt, pflegt einen eigenen Leser- und natürlich auch Mitarbeiterkreis, ist das, was man eine eigenständige Redaktion nennen darf. Damit im Zusammenhang kann ich mir gut vorstellen, dass dort viele Besucher ein und aus gehen.

Im Namen der HZ-Redaktion spreche ich meinen Kolleginnen und Kollegen von der Banater Zeitung ein herzliches Dankeschön aus für ihre fleißige Berichterstattung und ihre Freundschaft, die wir zu schätzen wissen.

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