Von PSD erzwungener Rücktritt

Reschitzas Vizebürgermeister musste einer PSD-Marionette Platz machen

Dienstag, 21. März 2017

Reschitza – Vasile Paul, acht Monate lang Vizebürgermeister von Reschitza seitens der Grünen Partei (PV) und für die Umsetzung von Investmentfragen zuständig, hat seinen Platz freigemacht für Gabriel Duruţ (PSD), um das ewige Blockieren der für die Stadt bedeutenden Stadtratsentscheidungen durch die PSD-Fraktion zu beenden. Da die PNL von Bürgermeister Ioan Popa und die mit ihr alliierte PV nur über eine einfache Mehrheit im Stadtrat verfügen, nutzte die PSD jede Gelegenheit, wo Dreiviertelmehrheiten zur Entscheidungsfindung nötig waren (städtische Kreditnahmen, Haushalt usw.), um Entscheidungen abzublocken. Jüngstes Beispiel: der städtische Haushaltsplan. Damit soll nun Schluss sein, meinte Vasile Paul und trat zugunsten des nahen Verwandten des Reschitzaer Ex-PSD-Senators Aurel Duruţ zurück. Vasile Paul ist nun als künftiger City-Manager im Gespräch, weil Bürgermeister Popa auf seine Expertise nicht verzichten möchte.

Dass einer der beiden Vizebürgermeister von Reschitza zurücktreten wird, war schon seit Wochen im Stadtgespräch, nachdem die PSD klargemacht hatte, dass mit ihr keine Zweidrittel-Entscheidungen im Stadtrat zu erreichen sind, und wenn es sich noch so sehr ums künftige Wohl der Stadt handelt. Der Schachzug des Rücktritts von V. Paul war innerhalb der Mehrheitsfraktion abgestimmt worden und fußte anscheinend auf einem politischen Deal des Bürgermeisters mit dem Ex-Chef der PSD-Fraktion im Stadtrat, Narcis Ionuţ Chisăliţă, der seit Mitte Dezember als Senator im Parlament sitzt. Die Blockade der Stadtratsbeschlüsse durch die PSD-Fraktion war so weit gegangen, dass in jeder Stadtratssitzung seitens Vasile Paul an den Schwur der Stadtväter erinnert wurde, man wolle nur den Stadtinteressen dienen.

„Ich bedanke mich bei Vasile Paul für alles, was er im Rathaus in den vergangenen acht Monaten geleistet hat“, sagte Bürgermeister Popa, „er war mir eine reelle Stütze und ich hoffe sehr, ihn auch künftig an meiner Seite zu haben. Mein Dank vor allem, dass er Verständnis gezeigt hat für den kritischen Punkt, an dem die Stadtleitung angekommen war und die ein Bauernopfer forderte. Seine Lösung ist die altruistischste für das Wohl der Gemeinschaft.“
Nachdem die PSD den Haushaltsvorschlag der amtierenden Stadtleitung abgelehnt hatte – u.a. sollten sechs Schulen generalüberholt werden, der Umbau der Straßenbahnlinie sollte beginnen usw. – und die Appelle der Stadtleitung an die PSD-Kreisleitung, ihre Fraktion im Stadtrat zur Raison zu bringen, nicht fruchteten - „den Parlamentariern und Parteiführern geht es, unabhängig ihrer politischen Couleur, nur um ihren Stolz und ihre ureigensten Privatinteressen“, verallgemeinerte Vasile Paul – blieb nur die Lösung des Stuhlfreimachens. Paul versprach, bei anderer Gelegenheit mit vielen Details zu dieser seiner obigen Aussage zu kommen.

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