Von vernetzten Welten zu Norm und Abnorm in der deutschen Sprache und Literatur

Neue Folge der „Kronstädter Beiträge zur Germanistik“ ist Prof. Dr. Mariana Virginia Lăzărescu gewidmet

Samstag, 08. Juni 2013

Die „Kronstädter Beiträge zur Germanistik“ erscheinen seit 2012 in neuer Folge im Passauer Karl Stutz Verlag. Die Herausgeberin Doz. Dr. Carmen Elisabeth Puchianu vom Departement für Literatur und Kulturwissenschaften der Philologischen Fakultät in Kronstadt setzt sich damit, wie auch mit der Herausgabe der 14 Ausgaben der Reihe „Kronstädter Beiträge zur germanistischen Forschung“ (Kronstadt: Aldus Verlag, 1999-2011) zum Ziel, „der germanistischen Forschung insbesondere in Südosteuropa, speziell in Rumänien, ein Forum zur Veröffentlichung und Diskussion“ zu bieten (vgl. Puchianu im Vorwort, S. 9.).

Mit der Entscheidung für den deutschen Verlag bezweckt die Herausgeberin eine bessere Sichtbarkeit der hier veröffentlichten Forschungsergebnisse rumänischer und ausländischer Germanistinnen und Germanisten.

Im ersten Teil des Heftes 1, „Vernetzte Welten – Germanistik zwischen –täten und –ismen“ (Passau: Stutz, 2012. ISBN 978-3-88849-161-0) veröffentlichen Germanistinnen und Germanisten aus Rumänien, Deutschland und Polen Arbeiten zu literaturwissenschaftlichen Themen, deutschsprachige Literatur in Mittel- und Südosteuropa betreffend. Einen anderen Schwerpunkt des Heftes bildet die Sprachwissenschaft mit Beiträgen aus dem Bereich der Lexikologie, Lexikografie, Korpuslinguistik und Kommunikationswissenschaft. Der letzte Teil des Heftes 1 ist der theoretischen und praktischen Übersetzungskritik gewidmet.

Das kürzlich erschienene Heft Nr. 2, „Norm und Abnorm in der deutschen Sprache und Literatur“( Passau: Stutz, 2013, ISBN 978-3-88849-162-7) beinhaltet seinerseits Arbeiten aus den Bereichen Literatur-, Sprach-, Übersetzungswissenschaften und der Hochschuldidaktik. Überlegungen zum Thema Norm und Abnorm bzw. Tradition und Innovation wurden im Zusammenhang mit der Prosa von Autoren wie Robert Walser, Karin Ludwig und Mariella Mehr, mit Märchenfiguren, Theater und Kabarett, mit dem Diskurs über Roma aber auch mit bildender Kunst angestellt. Auch rumäniendeutsche Autorinnen (Anemone Latzina, Karin Gündisch und Carmen Elisabeth Puchianu) und deren Werke stehen im Mittelpunkt einiger Artikel in dem neuen Heft.  

Die sprachwissenschaftlichen Arbeiten beziehen sich auf sehr unterschiedliche Bereiche und reichen von allgemeinen Überlegungen über Norm und Abnorm in der deutschen Gegenwartsprache bis zu einer kontrastiven Studie über deutsche und rumänische Berufsbezeichnungen in siebenbürgischen Urkunden. Das Heft enthält weiterhin übersetzungswissenschaftliche Beiträge sowie hochschuldidaktische Überlegungen zu konkreten Schwierigkeiten im Kontext des gegenwärtigen Germanistikunterrichts an rumänischen Universitäten.

Heft 2 der „Kronstädter Beiträge zur Germanistik“ ist Prof. Dr. Mariana Virginia Lăzărescu zum 60. Geburtstag gewidmet und wurde von der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg und dem ehemaligen Honterusschüler Codru Vlăsceanu gefördert. Die neue Folge der Kronstädter Beiträge kann unter Stutzverlag@t-online.de beim Verlag bestellt werden.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*