Vorbeugung gegen Überschwemmungen im Stadtgebiet

Ein diesbezüglicher Plan für Kronstadt wurde ausgearbeitet. Doch ist dieser wirksam?

Samstag, 01. Oktober 2016

Das Gebiet vor dem Kronstädter Hauptbahnhof soll einer neuen Gestaltung unterzogen werden. Doch bis dahin wird dieses immer wieder bei starken Regenfällen völlig überschwemmt.
Foto: der Verfasser

Bei jedem starken Regen sind es die gleichen Stadtgebiete, die immer wieder von Überschwemmungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Betroffen sind dabei sowohl die Anwohner aus dem Umfeld als auch die Autofahrer, die oft mit dem Wagen plötzlich von einer Flutwelle überrascht werden und dann darin stecken bleiben. Natürlich wird jedes Mal auch materieller Schaden verzeichnet, für den man schließlich selbst aufkommen muss. Vor allem Hauseigentümer machten diesbezügliche Eingaben an das Kronstädter Bürgermeisteramt, da sich diese Vorfälle immer wieder wiederholen. Doch die Klagen der Betroffenen hatten bisher kaum Erfolg.

Nach mehreren Zusammenkünften von Vertretern des Bürgermeisteramtes, der Wassergesellschaft „Apa“ und des Systems für Wasserbewirtschaftung (SGA) haben diese mehrere Pläne ausgearbeitet, die in Zukunft derartigen Überschwemmungen vorbeugen sollen.
Die Projekte beziehen sich auf die Straßenunterführung des Bahngleises in der Honigberger-Straße/Hărmanului-Straße, ebenso auf die Straßenunterführung des Bahngleises in der Petersberger-Straße/13 Decembrie-Straße, auf die Straßenkreuzung beim Hauptbahnhof und auf das Gebiet des Tineretului-Stadions in Bartholomä. Laut Aussage des Vizebürgermeisters der Stadt, László Barabás, wurden einige der Arbeiten schon eingeleitet. Beispielsweise auf der Honigberger Straße wurde mit der Reinigung der Abflussleitungen begonnen, die Kanalmündungen wurden erweitert. Desgleichen sind auch die Arbeiten vor dem Hauptbahnhof gestartet, ein Gebiet, das übrigens einer neuen Gestaltung unterzogen werden soll. Umfangreicher fallen die Arbeiten in der Petersberger Straße und beim Tineretului-Stadion aus. Für die dortigen Arbeiten wurden die Anträge gestellt, um die jeweiligen Baugenehmigungen zu erhalten. Die Stadtleitung ist davon überzeugt, dass durch die Durchführung der vier Projekte und die Reinigung des Tömösch-Kanals dieser Sachlage ein Ende gesetzt wird.

Die größten Probleme entstehen jedes Mal im Gebiet des Tineretului-Stadions. In der Fabrikstraße/Mihai Viteazul besteht eine Leitung für die Abflüsse, die aber längst nicht mehr den Anforderungen entspricht, nachdem das Auffangbecken bei der Aula der Transilvania-Universität aufgelöst worden ist. Da sammelte sich der Überschuss an Wasser, um nachträglich unter Kontrolle in den Tömösch-Kanal abgeleitet zu werden. Damit das Regenwasser nicht mehr das Gebiet um das Stadion überschwemmt, ist ein Abzugskanal bei der Kreuzung der Fabriks- mit der Stadionului-Straße geplant worden. Dieser wird direkt in den Tömösch-Kanal geleitet. Der nächste Schritt sieht eine parallele Kanalisation zu der bestehenden vor. Teodor Sava, technischer Direktor der Wassergesellschaft „Apa“, betonte, dass auf beiden Seiten der Straße neue Schächte von 1 x 1 m gebaut werden, die untereinander mit einer Leitung von 600 mm Durchmesser verbunden werden, die in den Tömösch-Kanal führt. Ein Teil des Tömösch-Kanals, der durch große Ablagerungen verschmutzt war, wurde gereinigt. Gegenwärtig wird an dem geschlossenen Teil zwischen dem Prodlacta-Unternehmen und der Spicului-Straße gearbeitet.

Bei der Bahnunterführung in der Petersberger Straße, im Făget-Gebiet, soll in der Mitte der Straße eine neue Abflussleitung mit einem Durchmesser von 600 mm gelegt werden. Da sollen auch zwei quer geführte Abzugskanäle gebaut werden, die an das Sammelbecken
im Tractorul-Park angeschlossen werden.
Im Gebiet des Hauptbahnhofes besteht unter dem Gării-Boulevard eine Abflussleitung, die aber vor Dezember 1989 stillgelegt worden ist. Diese soll nun wieder in Stand gesetzt werden, besonders da an einer Stelle ein Leck entstanden ist. Gegenwärtig wird an der Reinigung der Leitung in der Nähe der Tankstelle gearbeitet. Bei Regen sammelt sich be-sonders beim Căprioara-Wohnblock sehr viel Wasser an. Mehrere Schächte sollen das Wasser auffangen und in die Kanalisation in der Mitte der Straße ableiten. Die Leitung hat einen Durchmesser von 500 mm und 600 m Länge.

Bei der Bahnunterführung auf der Honigberger-Straße sollen weitere fünf Abflussschächte gebaut werden, wodurch die Aufnahmekapazität des Regenwassers um das Dreifache steigen wird. Bis dahin wird bei starken Regenfällen eine Einsatzmannschaft vor Ort sein, um das angesammelte Wasser abzupumpen.
In der Stadt unter der Zinne wurden in den vergangenen Jahren die Wasser- und Kanalisationsleitungen teilweise ersetzt. Doch bei Wolkenbrüchen entstehen regelrechte Flutwellen, die auch viel Sand und Schotter anschwemmen. So ist eine der Maßnahmen, die Kanalisation zu reinigen, von besonderer Bedeutung und muss periodisch immer wieder vorgenommen werden. Doch das ist nicht ausreichend, um die Überschwemmung einiger Stadtteile zu verhindern. Die angenommenen Vorhaben sollen das Problem lösen. Doch werden diese Projekte auch wirklich effizient sein?

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