„Vorhang auf zur 60sten Spielzeit!“

DSTT Jubiläum wird feierlich begangen/ Drittes Eurothalia-Theaterfestival im Haus des deutschen Staatstheaters

Mittwoch, 06. November 2013

„Die Kleinbürgerhochzeit“ von Bertolt Brecht eröffnet das Eurothalia-Festival. Foto: DSTT

Das Deutsche Staatstheater Temeswar feiert Geburtstag. Seit Jahrzehnten geht der Vorhang des DSTT auf, nun wird das Jubiläum in Temeswar/Timişoara feierlich begangen. Die Sonderveranstaltung findet im dichten Spielplan des Eurothalia-Theaterfestivals statt. Am Samstag, den 16. November wird somit um 18.30 Uhr der Galaabend beginnen. Das Programm wird im DSTT-Saal von Christel Ungar-Țopescu von der Deutschen Redaktion des Rumänischen Fernsehens RTV Bukarest moderiert.

„Das Deutsche Staatstheater Temeswar hat in den vergangenen 60 Jahren einen beachtlichen Lebens- und Überlebenswillen gezeigt. Es war ein schwieriger, stellenweise fast aussichtsloser Weg, aber die Bemühungen der Vorgänger haben sich gelohnt: heute ist das DSTT eines der meistgeschätzten Häuser aus Rumänien, was durch Preise, in- und ausländische Gast- und Festspielteilnahmen, durch ein beachtliches Presseecho und nicht zuletzt durch eine jährliche Saalauslastung von 80 Prozent belegt wird“, sagt Lucian Vărşăndan, Intendant des DSTT. „Nach wie vor gilt es, ein vielfältiges ausschließlich in deutscher Sprache bestrittenes Repertoire anzubieten, um die unterschiedlichen Publika, jung und alt, in Temeswar und auf Tournee, anzusprechen, und das reicht von klassischer über zeitgenössische Dramatik bis hin zu Märchenstücken und Musicals“, fügt der Intendant hinzu.

Und das versucht das DSTT nun auch durch das Europäische Theaterfestival Eurothalia zu zeigen. Zum dritten Mal seit 2009 findet vom 9. bis 17. November im Haus des Deutschen Staatstheaters Temeswar das Eurothalia-Festival statt. Das diesjährige Programm bietet mit seinen Inszenierungen aus den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz, Polen, Kroatien und Rumänien eine Reise quer durch die europäische Theaterlandschaft und lotet unterschiedliche Strömungen des zeitgenössischen Theaters aus. 

Das Eurothalia-Theaterfestival beginnt am Samstag, dem 9. November, mit einer DSTT-Produktion. „Die Kleinbürgerhochzeit“ von Bertolt Brecht wird um 19.30 Uhr im DSTT-Saal gespielt. Die Vorstellung in deutscher Sprache ist mit Übersetzung ins Rumänische und Englische vorgesehen. Am zweiten Festivalabend wird um 18 Uhr im Studiosaal des Ungarischen Staatstheaters „Csiky Gergely“ eine Produktion des Toneelschool Maastricht (Niederlande) vorgeführt. „Julie ansehen“ nach August Strindberg wird in holländisch, mit Übersetzung ins Rumänische, Deutsche und Englische, vorgestellt. Am selben Abend, um 20 Uhr, wird im DSTT-Saal „Ich hasse die Wahrheit!” eine Produktion des Teatar & TD, Zagreb/Agram (Kroatien) gespielt. Die Vorstellung in kroatischer Sprache ist mit Übersetzung ins Rumänische und Englische vorgesehen. Das Eurothalia-Festival geht am Montag, den 11. November, weiter. Um 18 Uhr wird im Studiosaal des Ungarischen Staatstheaters „Gardenia“, von Elżbieta Chowaniec aufgeführt, eine Produktion des Temeswarer Ungarischen Staatstheaters „Csiky Gergely”. Die ungarischer Vorstellung wird ins Rumänische übersetzt. Im Saal der Rumänischer Nationaloper Temeswar wird am selben Abend um 20 Uhr eine Inszenierung des Jüdischen Staatstheaters Bukarest vorgestellt. „Dentalträgodie“, von Jean-Claude Grumberg wird in rumänischer Sprache, mit Übersetzung ins Deutsche und Englische gespielt. Der Dienstag bringt um 18,30 Uhr, im Saal des DSTT „Ich wünsch mir eins“, von Azar Mortazavi, eine Produktion des Theaters Osnabrück (Deutschland). Die Vorstellung in deutscher Sprache wird ins Rumänische und Englische übersetzt.

Innerhalb des Festivals wird auch die Ausstellung „New Western Art“ in den TIMCO-Hallen (in der Circumvalaţiunii-Straße Nr. 8-12) eröffnet. Aus diesem Anlass findet um 20.30 Uhr eine Lesung der Schriftstellerin Sonja vom Brocke und dem Künstler Hank Schmidt in der Beek statt. Die Ausstellung umfasst Werke mehrer bildenden Künstler. Kustos ist Frank Stürmer. Die Ausstellung bleibt bis am 12. Dezember eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Am 13. November können die Festivalbesucher erneut in den DSTT-Saal zurückkehren. Um 20 Uhr wird „Yvonne, Prinzessin von Burgund“, von Witold Gombrowicz gespielt. Die Produktion des Jan-Kochanowski-Theaters Oppeln/Opole (Polen) wird in polnischer Sprache, jedoch mit Übersetzung ins Rumänische und Englische, gezeigt. Am Donnerstag, den 14. November werden im Saal des DSTT gleich zwei Aufführungen von „Das Gesetz der Interaktion”, von und mit: Katy Hernan und Adrien Rupp gezeigt. Die Produktion des Zooscopes Lausanne (Schweiz) wird in deutscher Sprache, mit Übersetzung ins Englische - um 18 und um 21.30 Uhr - gespielt. Ein weitere Produktion wird dem Publikum im Mehrzwecksaal des Temescher Kreisrates (Revolutions-Boulevard Nr. 17) vorgestellt. „Zic Zac“, Konzept und Inszenierung von Andrea Gavriliu wird um 21.30 Uhr aufgeführt. Die Produktion in rumänischer Sprache der Akademie für Theater und Film (UNATC) Bukarest ist mit Übersetzung ins Deutsche und Englische vorgesehen.

Ein Tanztheaterstück von Modjgan Hashemian ist für am Freitag geplant. Die Vorstellung „I Love I“ ist eine Produktion des Ballhauses Naunynstraße Berlin (Deutschland), die um 20 Uhr im Saal des DSTT in englischer Sprache aufgeführt wird. Dabei wird die Inszenierung ins Deutsche und Rumänische übersetzt. Das Eurothalia-Festival endet mit einer Produktion des Gastgebers. Das DSTT stellt am Sonntag um 19.30 im eigenen Haus „Die Möwe“, von Anton Pawlowitsch Tschechow. Das Spiel findet in deutscher Sprache, mit Übersetzung ins Rumänische und Englische statt.

 

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