„Vorsicht, ich komme wieder“

S. E. Werner Hans Lauk, der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, besuchte Hermannstadt

Dienstag, 01. Oktober 2013

Das Treffen von Botschafter Werner Hans Lauk mit Bürgermeister Klaus Johannis fand im Rathaus statt.
Foto: Pressebüro des Rathauses

Der deutsche Botschafter Werner Hans Lauk im Gespräch mit dem DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr.
Foto: Hannelore Baier

Hermannstadt - Am 18. September hatte Werner Hans Lauk sein Beglaubigungsschreiben als Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien dem Staatspräsidenten Traian Băsescu überreicht, drei Tage später war er Gast des Sachsentreffens in Schäßburg/Sighişoara. Eine Woche danach stattete er Hermannstadt/Sibiu einen Besuch ab und sagte nach dem Rundgang durch die Altstadt mit einer Führung von Beatrice Ungar, der Chefredakteurin der Hermannstädter Zeitung, begeistert: „Vorsicht, ich komme wieder!“

Gespräche führte Botschafter Lauk am Freitagvormittag mit Bürgermeister Klaus Johannis über das Wirtschaftspotenzial von und die deutschen Investitionen in Hermannstadt, aber auch die Situation der deutschen Minderheit. Das letztgenannte Thema wurde danach im Treffen mit Dr. Paul-Jürgen Porr, dem Vorsitzenden des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), vertieft. Im Brukenthalgymnasium traf er Schulleiter Gerold Hermann sowie Schülerinnen und Schüler der oberen Klassen, „die mir in bestem Deutsch ihre Berufswünsche und Gründe, warum sie auf dieser Schule sind, erläutert haben“, so der Botschafter. Am Freitagabend besuchte Lauk Prof. Dr. Paul Philippi und traf den Vorstand des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS). Für den Samstag waren Visiten des deutschen Kulturzentrums, der Evangelischen Akademie Siebenbürgen, des Friedrich-Teutsch-Hauses und der Brukenthal’schen Sommerresidenz in Freck/Avrig vorgesehen.

Im Gespräch mit Vertreterinnen der deutschsprachigen Medien äußerte sich Botschafter Lauk  begeistert von „der Geschlossenheit des mittelalterlichen Ensembles in Hermannstadt“ und sein touristisches Potenzial. Er fand das Motto des diesjährigen Sachsentreffens „Kulturerbe – Gabe und Aufgabe“ als treffend, weil es die jahrhundertealte Tradition mit der Herausforderung verband, das Ganze zukunfstfähig zu machen, „denn nur so wird es weiterleben können“. Das Sachsentreffen bezeichnete er als einen „guten Einstieg, um wichtige Repräsentanten der deutschen Minderheit zu treffen und sich vorzustellen“. Gefreut habe ihn, dass so viele Menschen auch von weither angereist waren, „um Gemeinschaft und Gemeinsamkeit, Zusammenhalt aber auch Tradition und Kultur zu pflegen“. Besonders begrüßt hat Botschafter Lauk, dass „Rückkehrer“ die Möglichkeit wahrnehmen, im Land ihrer Vorfahren wieder Fuß zu fassen und sich wirtschaftlich zu betätigen, wie das auch mehrere Mitglieder des DWS tun. Besonders einsetzen möchte er sich für die Ausweitung der noch in der Phase der Pilotprojekte befindlichen dualen Berufsausbildung.

Am ersten Tag seines Aufenthaltes in Bukarest hatte der deutsche Botschafter den DFDR-Abgeordneten Ovidiu Ganţ kennengelernt und ein erstes Gespräch geführt. Vereinbart wurde mit ihm sowie Bürgermeister Johannis und dem DFDR-Vorsitzenden Porr, engen Kontakt zu halten. Die Besuche in den von Rumäniendeutschen bewohnten Ortschaften setzt er am übernächsten Wochenende mit der Teilnahme an einer Veranstaltung in Kronstadt/Braşov fort. Im Oktober wird er ferner Temeswar/Timişoara sowie Klausenburg/Cluj besuchen und „möglichst bald, möglichst alle Siedlungsgebiete der deutschen Minderheit“. Er werde auch privat reisen, denn „das Land bietet so viele Möglichkeiten, hat so wunderschöne Landschaften und die Gastfreundschaft ist überwältigend“.

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