Vortrag über interethnische Beziehungen um 1900

Mittwoch, 21. Mai 2014

Kronstadt (ADZ) – Dr. Enikö Dácz (München) stellt am Donnerstag, 22. Mai, 16.30 Uhr, im Rahmen der vom Deutschen Forum Kronstadt veranstalteten deutschen Vortragsreihe im Festsaal des Kronstädter Forums (Baiulescu-Str. 2) ein interessantes und aktuelles Thema vor: interethnische Beziehungen so wie sie im siebenbürgischen Alltag vor rund hundert Jahren beschrieben wurden.
Die interethnischen Beziehungen in Siebenbürgen am Anfang des 20. Jahrhunderts repräsentieren ein häufig untersuchtes Gebiet verschiedener Fachrichtungen, wobei meistens zwei Nationalitäten (Rumänen-Ungarn; Ungarn-Sachsen; Sachsen-Rumänen) fokussiert werden. Grundsätzlich lassen sich zwei Tendenzen differenzieren - einerseits liegt der wissenschaftliche Fokus auf dem Entstehen und Verlauf der Konflikte, andererseits auf der ethnisch-kulturellen Vielfalt. Wenig beachtet werden somit die Beziehungen auf lokaler Ebene. Der Vortrag stellt sich die Aufgabe, den interethnischen Beziehungen im Alltag dreier regionaler Zentren nachzugehen, soweit das aufgrund ausgewählter Beispiele aus den regionalen Medien und Archivquellen möglich ist. Dr. Enikö Dácz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V. (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), das die Geschichte, Literatur und Sprache der ostmittel- und südosteuropäischen deutschen Siedlungs- und Herkunftsgebiete in ihren unterschiedlichen historischen und regionalen Kontexten erforscht.

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