Wahlkampf mit Autobiographie

Klaus Johannis strebt Kontinuität an

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Nichts Sensationelles stehe im Buch, seinem bislang einzigen Buch, sagte Johannis. Er wollte eben zeigen, wie er zur öffentlichen Person geworden ist, „welche Sachen mich interessieren“(Johannis). Obwohl Boulevard-Stellen aus dem Buch fehlen, war das Interesse an der Veröffentlichung groß (siehe Foto). Die Vorstellung des Buches hatte der Prorektor der Temeswarer West-Uni, Dan Lazea, übernommen
Foto: Zoltán Pázmány

Keine kurzfristige Amtshandlung wünscht sich Klaus Johannis, Präsidentschaftskandidat der Christlich-Liberalen Allianz ACL. In vier Tagen findet der erste Wahlgang statt, bei dem der Nachfolger von Traian Basescu für das höchste Amt im Staat ermittelt wird. Zum ersten Mal hat ein Rumäniendeutscher diese Herausforderung angenommen. Am vergangenen Wochenende setzte Johannis seine Wahltour durch Rumänien mit der Vorstellung seines Buches „Pas cu Pas“/ „Schritt für Schritt“ fort. Wahlkampf im wörtlichen Sinne kann man das, was Klaus Johannis tut, nicht nennen, denn Angriffe auf seine Gegner fehlen; er tut es eher nach dem Modell moderner Politiker: aufzeigen, was er selber bieten kann.

Von politischen Gegnern wird Klaus Johannis fehlende Erfahrung auf Regierungsebene nachgesagt. „Vielleicht ist das auch ein Glücksfall, da ich so in keinen der Skandale verwickelt werden konnte“, kommentiert er diesen Sachverhalt und glaubt, dass dadurch seine Startposition „eine sehr gute“ ist. Mit einem einzigen Mandat sei es keinesfalls getan, „um alles ins rechte Lot zu rücken“, sagt Johannis. Ein Jahrzehnt brauche man dazu, und eben deshalb, würde vieles in Rumänien scheitern, weil führende Politiker „kaum einen Plan haben und nur kurzfristig denken. Maximal für ein Mandat“.

Die Spitzen der Christlich-Liberalen Allianz hatten sich eingefunden, als Klaus Johannis in Temeswar sein Buch vorstellte. Dazu hatte er wohl mehr als nur der adäquaten Räumlichkeiten wegen das Adam Müller-Guttenbrunn-Haus auserkoren. Er wusste, dass er in der deutschen Gemeinschaft von Temeswar ein besonders gern gesehener Gast ist. Die Moderation des Nachmittags hatte standesgemäß der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Gant übernommen. In seiner Intervention am Mikrophon sprach der Parlamentarier über die sachlich-professionelle Art, wie Johannis mit Mitarbeitern und Situationen umzugehen vermag, aber auch davon, dass er sich als Vorsitzender des DFDR „vor politischen Entscheidungen nie drückte“.

Er habe Johannis vor den Angriffen gewarnt, die ihn in der Bukarester Politik erwarten, sagt Ovidiu Gant. Aber das dürfe nicht entmutigen und dass Johannis damit umgehen kann, glaubt Ovidiu Gant ohnehin zu wissen: „In Hermannstadt hat er ebenfalls nicht auf Angriffe reagiert“, und damit habe Johannis „Prinzipien und Charakter gezeigt“. Auf hoher politischer Ebene und im Wahlkampf sei dies nicht anders, so der Parlamentarier.

Kommentare zu diesem Artikel

norbert, 30.10 2014, 01:44
Ich kann das nur bestäptigen. .das dies A..guter Stil ist. .das dies B..langen Atem brauch. .und trotzdem fehlt hier das elementare. Rumänien ist gefesselt von einer Altars Korruption. Die eine rumänische ist. Dieses ist zu vergleichen wie die in Italien. Die Mafia. Das ist speziell italienisch. Hat sich da was getan Nein. Wird sich da in Rumänien was ändern. Nein. Warum . weil beides tief in den Kulturen dieser Völker ihren Ursprung haben.solange dieses nicht politisch. Durch die Politik durch Historiker. .über die Schulen. Aufgearbeitet wird. Wird sich nichts ändern. Die Aufarbeitung der Nazi zeit hatte ihre wende Zeit. 1968 .bis heute ist die Aufarbeitung permanent vorhanden. Das Hat Uns Wieder Ansehen gebracht.die Aufarbeitung der DDR und der Stasi ist bis heute im vollen Gange. Das Hat Uns Ansehen wieder Zurück gebracht. In Rumänien nix.nix.nix.kein ansehen Leute wandern aus. Bevölkerung nimmt stetig ab. Vertrauen der Bürger zur Politik sehr schwach. .man könnte so weiter fahren. Deswegen wäre ein Johannes ein guter Mann. Er wird aber nicht gewählt. .weil es keine politisch Mehrheit geben wird ..das so anzusprechen und umzusetzen. Die Mafia bleibt. Und die rumänische Korruption genau so. Vielleicht in 50 Jahren oder später. .warum nicht. Es gibt in der rumänischen Bevölkerung eher die Meinung. .ich back mir das schon. So mußten die Bürger Jahrhunderte lang überleben. Dass ist eingespielt. .das kann man.

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