„Wandel - Erinnerung - Identität“

Das Banat im Blick: Konferenz Ende August in Temeswar

Samstag, 04. Juni 2016

Schwäbische Trachten gehören seit Langem zur kulturellen Vielfalt des Banats. Auch heute, trotz geschrumpfter Anzahl ihrer Träger, hat sich daran kaum etwas geändert.
Symbolfoto: Zoltán Pázmány

Temeswar – „Das Banat im Blick: Wandel – Erinnerung - Identität“ heißt die Konferenz der Deutschen Gesellschaft e. V. in Kooperation mit dem Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR), des Regionalforums Banat und der Landsmannschaft der Banater Schwaben e. V., die am 30. und 31. August in Temeswar/Timişoara stattfinden wird. Veranstaltungsort  ist der Festsaal des Adam-Müller-Guttenbrunn-Hauses. Auch wenn es noch viele Wochen bis dahin sind, wurde das Programm schon entworfen. In der Eröffnung der Konferenz werden in Temeswar u.a. Dr. Paul-Jürgen Porr, der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Peter-Dietmar Leber, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben und    Hartmut Koschyk MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, stellv. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft e. V. erwartet.

Zahlreiche Vorträge stehen an den zwei Tagen auf dem Programm, darunter: „Das Banat im Wandel der Zeit - das Banat als Realität und Mythos“ vonProf. Dr. Anton Sterbling, Soziologe aus Rothenburg/Sachsen; „Individuelle und kollektive Identität am Beispiel der Banater Schwaben in Rumänien“ von Dr. Matthias Beer, Historiker aus Tübingen; „Das kulturelle Erbe der Banater Schwaben, seine Bedeutung für die multiethnische Diözese Temeswar und die rumänische Mehrheitsgesellschaft“ von Claudiu Sergiu Călin, Direktor des Diözesanarchivs der Römisch-Katholischen Diözese in Temeswar oder „Die deutsche Schule im Banat am Beispiel des Geburtsortes der Nobelpreisträgerin Herta Müller“ vonLehrer Tiberiu Buhna-Dariciuc und „Das deutsche Theater im Banat“ von Lucian Vărşăndan, Intendant des Deutschen Staatstheaters Temeswar und seit Neuestem Staatssekretär im rumänischen Kulturministerium.

Auch Podiums- und Publikumsdiskussionen sollen das Programm abrunden. Der erste Tag endet mit einem Leseabend mit den Schriftstellern und Journalisten Balthasar Waitz und Horst Samson.
Der zweite Tag bringt weitere Vorträge im Festsaal des AMG-Hauses: „Mein Leben im Banat“ von Ignaz Bernhard Fischer, Zeitzeuge, Vorsitzender des Verbandes der ehemaligen Russlanddeportierten Temeswar; „Gelebte Geschichte. Erzählte Geschichte. Umbrüche im Banat. Schicksalsschläge für die Banater?“ von Prof. Dr. Smaranda Vultur, Historikerin (Temeswar). Zum Ausklang des Treffens wird eine Ausstellung zum 300. Jahrestag der Befreiung Temeswars von der osmanischen Herrschaft 1716 und dem Beginn der deutschen Siedlungsgeschichte im Banat in der Theresien-Bastei eröffnet.

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