WANDERN: Das Parâng-Gebirge

Montag, 03. September 2012

Dieses Massiv liegt im zentralen Teil der Südkarpaten. Im Westen bildet das Schil-Tal /Valea Jiului die Grenze zum Retezat-Gebirge, im Osten trennt das Alt-Tal/Valea Oltului diese Berge von den Fogarascher Bergen. Obwohl die Nachbargebirge besser bekannt sind und auch von mehr Touristen besucht werden, hat das Parâng-Gebirge dennoch vieles zu bieten.

Hier befindet sich die dritthöchste Spitze der rumänischen Karpaten (Parângul Mare 2519 m) als Teil eines 30 km-langen Kammes der nicht unter 2000 m Höhe fällt und der auch andere Gipfel über 2200 m aufweist (Cârja, Coasta lui Rus, Setea Mare, Mohorul und Păpuşa). Von jedem Gipfel eröffnen sich beeindruckende Rundaussichten auf Gletscherkessel und zahlreiche Gebirgsseen (Gâlcescu, Ro{iile, Iezer, Zănoaga Mare).

Im Parâng liegt auch die höchste Gebirgsstraße des Landes, die „Transalpina“, wie die DN 67C genannt wird, die von Novaci, Kreis Gorj, im Süden, nach Obâr{ia Lotrului im Norden und von dort weiter, rund 75 km, nach Mühlbach/Sebeş führt. Im Urdele-Pass erreicht diese Straße, deren Ausbau so gut wie abgeschlossen ist, ihre höchste Stelle (2145 m).

Von da kann die Kammwanderung Richtung Westen, zum Hauptgipfel gestartet werden, auf einem Weg, der mit rotem Band gekennzeichnet ist. Auf der Parâng-Karte (Dimap-Verlag, Maßstab 1:50.000, im Kronstädter aldus-Buchladen zum Preis von 15 Lei erhältlich) wird dafür eine Wanderzeit von sechs bis sieben Stunden angegeben.

Von Parângul Mare sind es dann noch weitere dreieinhalb bis viereinhalb Stunden bis zur Sesselbahn, zu der aus Petro{ani eine Asphaltstraße führt. Das Schil-Engtal mit Petroşani ist ein anderer guter Ausgangspunkt für Wanderungen in diesem Massiv.

Den Abschnitt Bumbeşti – Livezeni mit seinen vielen Tunnels und Viadukten kann man auch auf einer Eisenbahnfahrt bewundern. Im Süden des Defilees soll das Kloster Lainici nicht vergessen werden. Im erklärenden Text der Karte (außer rumänisch auch in englischer und ungarischer Fassung) wird daran erinnert, dass die Brüder Hoffmand aus Kronstadt Mitte des 19. Jahrhunderts, unter den ersten waren, die die wirtschaftliche Bedeutung des Kohlevorkommens in diesem Becken erkannt haben.

Im südlichen Teil des Massivs muss die Peştera Muierii hervorgehoben werden – eine der ersten Höhlen Rumäniens die für Touristen eingerichtet, also mit elektrischer Beleuchtung vorgesehen wurde. Auch als Wintersportort bekannt ist Rânca – ein Kurort, den man per Pkw leicht aus Novaci erreichen kann.

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