WANDERN: Der Verein Christlicher Pfadfinder

Montag, 10. März 2014

Die Michelsberger Basilika stand im Sommer auch auf dem VCP-Reiseprogramm.

Pfadfinder sind neugierig: der Michelsberger Brunnen wird erkundet.
Fotos: Ingrid Groth

Wie bereits berichtet (siehe KR 43 vom 7. November 2013) besuchte eine Delegation des Vereins Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) aus Deutschland im Sommer des Vorjahres Siebenbürgen. In einem Brief an unsere Redaktion heißt es unter anderem: „Die Reise mit ihren vielfältigen Begegnungen hat uns den Blick in eine ganz andere Welt erschlossen. (...)Inzwischen haben wir für Fahrten nach Siebenbürgen auf Veranstaltungen in unserem Pfadfinderbund geworben, Berichte in Zeitschriften gestellt und mit Verantwortlichen in der Jugendarbeit gesprochen. So ist zu hoffen, das unsere Reise gute Anregungen gibt und Früchte trägt. Auf diesem Weg wollen wir weitermachen.“

Eine kurze Vorstellung dieser Organisation ist nicht fehl an dieser Stelle, denn Pfadfinder legen bekanntlich auch viel Wert auf Bewegung und ein naturnahes Leben.

Der Verein der Christlichen Pfadfinder versteht sich als evangelischer Jugendverband und zählt heute rund 47.000 Mitglieder (Kinder, Jugendliche, Erwachsene). Ein Vorgänger des VCP – die Christliche Pfadfinderschaft – wurde 1921 in Neudietendorf bei Erfurt in Thüringen gegründet. 1937 bis 1945 waren die Pfadfinderbünde in Deutschland verboten.

Wie auch andere Pfadfinder in der ganzen Welt orientiert sich der VCP nach einigen allgemein gültigen Prinzipien. „Sie haben eine demokratische Struktur, sind international ausgerichtet, erziehen zu Offenheit und Toleranz gegenüber allen Menschen, haben ein Pfadfinder(innen)versprechen, arbeiten in Kleingruppen von Gleichaltrigen nach dem Prinzip ‘learning by doing’ und engagieren sich gesellschaftlich, dabei allerdings parteipolitisch ungebunden“, heißt es auf der Webseite dieses Pfadfinderbundes.  Das Christliche im Vereinsnamen ist den Mitgliedern ein wesentlicher Aspekt: „Die Gewissheit, nicht allein zu sein, in Gott ein Gegenüber zu haben, das Leben und die Welt als Geschenk bekommen zu haben, sind die Grundlage dafür, diese Welt aktiv mitgestalten zu wollen und aus dem eigenen Leben das Beste zu machen.“

Dabei ist ihnen wichtig in einer Gemeinschaft zu leben und gleichzeitig als Individuum akzeptiert zu werden, eigene Wege zu finden, wobei auch andere Meinungen akzeptiert werden und vielleicht auch als Bereicherung wahrgenommen werden. Spaß und Abenteuer sollen dabei nicht zu kurz kommen aber: „Wir wollen abseits der ausgetretenen Pfade gehen und Neuland entdecken – aber im Einklang mit unseren Gastgebern und im verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur.“

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