WANDERN: Die Frasin Hütte – eine Erholungsoase in den Bergen

Montag, 01. Dezember 2014

Die Frasin Hütte liegt nur 60 Kilometer von Kronstadt entfernt, ist den meisten Touristen aber noch unbekannt

Von der Hütte gehen viele Wege hinauf in die Leaota-Berge
Fotos: Elise Wilk

Rock, Folk, Jazz and Blues, Abende beim Lagerfeuer, Minze-Tee mit Rum, Wanderungen auf weniger bekannten Wegen, leckeres Essen mit lokalen Spezialitäten aus Arge{ und freundliche Gastgeber – das alles findet man nur 60 Kilometer von Kronstadt entfernt, in einem vom Massentourismus noch unentdeckten Gebiet. Im Frasinului-Tal, am Fuße der Gebirge Leaota und Iezer Păpuşa, am rechten Ufer des Frasin-Flusses, liegt die Hütte mit gleichem Namen. Verwaltet wird sie vom Bukarester Radu Iancu, der im Jahr 2008 seinen gutbezahlten Job in einem internationalen Unternehmen gekündigt hat, mit seinen Ersparnissen die Hütte gebaut hat und zusammen mit seiner Frau zugezogen ist.

Für den Weg aus Kronstadt bis zur Frasin-Hütte braucht man etwa anderthalb Stunden. Man fährt  durch Törzburg und Moieciu in Richtung Piteşti. Etwa 25 Kilometer von Câmpulung Muscel, im Dorf Dragoslavele, fährt man rechts über die Brücke und folgt dem asphaltierten Weg etwa 700 Meter bis zur Hütte. Bei Frasin herrscht immer eine freundliche Atmosphäre. Touristen helfen oft beim Tischdecken mit und können sich in der Küche auch Kaffee kochen.

Man kann sein eigenes Essen mitbringen. Der Grill draußen steht allen zur Verfügung. Pro Tag wird in der Küche eine Suppe und ein zweiter Gang gekocht. Einen Tag vor der Ankunft sollte man anrufen und sein Lieblingsessen bestellen. Ein großes Frühstückbuffet mit Kaffee, Tee, Milch, Honig, hausgemachter Marmelade, verschiedenen Käse- und Fleischarten, lokalen Spezialitäten und Omelette oder Spiegeleiern kostet 20 Lei, ein Mittagsessen mit 2 Gängen und Dessert um die 30 Lei, das Abendessen etwa 25 Lei.

Auf jeden Fall zu empfehlen sind Rind mit Gemüse und Bratwurst mit Sauerkraut. Stets gibt es kostenlose Überraschungen für die Gäste: hausgemachter Kuchen, ein Glas Schnaps, „Kürtös Kalács“ oder Tee mit Rum. Auf der Terrasse steht ein Kühlschrank mit Getränken, aus dem man sich bedienen kann. Bloß sollte man nicht vergessen, seinen Namen in ein Heft zu schreiben, das sich im Essraum befindet. Gezahlt wird am Ende, den Gästen wird total vertraut. Ein Bier kostet 5 Lei, eine Weinflasche 20 Lei und eine Cola 5 Lei.

Im „Familienhaus“, eine kleine Hütte im Hof, die mit vier Betten ausgestattet ist, kostet die Nacht pro Person 45 Lei, im Hauptgebäude 60 Lei. Ab März 2015 wird es ein drittes Gebäude geben, „Stuf Hobbit“ genannt, wo die Übernachtung auf Pritschen möglich ist. Von Montag bis Donnerstag gibt es 20 Prozent Rabatt auf alle Übernachtungen. Alle Zimmer haben ein eigenes Bad. Mehr Infos unter www.cabanafrasin.ro.

Wege von der Frasin Hütte

Rotes Band
Valea Caselor- Muntele Iuda - Vf. Cioara (1856 m); Dauer: 3 h

Gelbes Band
Şaua Prislop-Lacul Domni]ei (Muntele Albescu)-Vf Cioara-Culmea Leaota;
Dauer: 6-7 h

Blaues Dreieck
Frasin Hütte-Valea Luncii-Vf. Piatra Caselor (1435 m); Dauer: 2,5 h

Blauer Punkt
Frasin Hütte -Şaua Prislop - Cheile Ghimbavului -La Fierărie; Dauer: 3-4 h

Kommentare zu diesem Artikel

Herbert, 04.12 2014, 12:23
Vielen Dank für diesen Tipp verehrte Frau Wilk. Ich stamme von Rosenau und werde irgendwann diese Frasin - Hütte aufsuchen. Eine Bitte hätte ich aber trotzdem: wenn es das nächste Mal um Baumstriezel geht dann nennen sie diesen beim Namen und nennen sie ihn nicht Kürtös Kalács wenn es dafür auch eine deutsche Bezeichnung gibt. Selbst dann nicht wenn dieser Kürtös Kalács etwas kleiner als unser Baumstriezel ist - aber im Prinzip ist es dasselbe Gebäck. Vielen Dank im voraus.

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