WANDERN: Im Mecsek-Gebirge

Montag, 15. September 2014

Dichter Wald mit einem Scheiben-Baumstamm

Ruinen im Tettye-Park am Fuße des Mecsek

Aussicht auf einen Teil von Pécs Fotos: Ralf Sudrigian

Das Mecsek-Gebirge ist für Kronstädter Verhältnisse recht bescheiden: die bewaldete Bergkette hat eine Länge von rund 45 km; die höchsten Gipfel überschreiten nur 600 m Höhe. Es liegt im Süden Ungarns und ist am leichtesten von Pécs/Fünfkirchen aus zu erreichen.

Als Sehenswürdigkeiten gelten die Tropfsteinhöhle bei Abaliget, schöne Panorama-Aussichten von dafür eingerichteten Türmen, Ruinen alter Burgen, Seen am Fuße der Berge, Gedenksteine, Quellen. Bereits am Stadtrand von Pécs trifft man auf den Tettye-Park mit modernen Kunstwerken, Kinderspielplatz und einer Freilichtbühne aber auch mit Ruinen und einer Schauhöhle im hier vorherrschenden Kreidefels. Von Weitem sichtbar ist der Fernsehturm auf dem Misina-Berg (535 m), der in rund 20 Minuten erreicht werden kann und wo man nach der Auffahrt mit dem Fahrstuhl in den oberen Etagen einen Kaffee genießen kann, samt schöner Aussicht auf die Großstadt Pécs.

Das Besondere an den Wanderungen in diesen Bergen, wie auch in anderen Bergen Ungarns, ist, dass da die Wanderwege sehr zahlreich sind, ohne dass auf den Wanderkarten eine ausführliche Wegbeschreibung erscheint. Die Markierungen sind in Ordnung aber auf der Karte erscheinen sie nur als Abkürzung in Ungarisch: P für piros (rot); Z für zöld (grün), K für kék (blau) und S für sárga (gelb) samt den dazugehörenden Symbolen für Kreis, Dreieck, Viereck, Kreuz. Wegweiser geben das nächste Ziel (die genannten Sehenswürdigkeiten oder Ortschaften am Fuße der Berge) an, manchmal mit der Gehdauer oder Weglänge aber ohne eine Schautafel mit Gesamtansicht der Berge.

So ist man auf die (übrigens sehr gute, für rund 1500 Forint, d.h. rund fünf Euro erhältliche) Wanderkarte angewiesen sowie auf minimale ungarische Sprachkenntnisse betreffend Begriffe wie Aussichtsturm, Quelle, Höhle, Denkmal um sicherer seinen Standort auf der Karte zu finden. Das Wandern wird auf den gut erkennbaren, sicheren und auch leichten Wanderwegen bei den zahlreichen Wegkreuzungen zum Teil auch zum Orientierungslauf denn es gibt immer wieder andere Varianten von Wegkombinationen um zum gewünschten Ziel zu gelangen. Unser Weg führte in rund drei Stunden von Tettye, via Fernsehturm zum Dorf Orfü (15 km von Pécs) mit seinen künstlichen Badeseen und einem Mühlenmuseum.

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