Wandern im Soproner Gebirge (II)

Montag, 23. September 2013

Infotafeln geben Auskunft über Pflanzen und Vögel

Der Weg führt an einem vorgeschichtlichen Grabhügel vorbei.

Brennberg – eine Siedlung, die ihre Gründung dem Bergbau verdankt.
Fotos: Ralf Sudrigian

Der bekannteste Weg in diesem Gebiet ist der Zyklamenweg, der auch als Lehrpfad eingerichtet ist. An mehreren Orten sind Infotafeln angebracht die über Tiere und Pflanzen Auskunft geben, die da leben und, im Falle der Tiere, mit etwas Glück auch beobachtet werden können. Quellen sind eingefasst worden; Holztische und -bänke stehen an mehreren Orten bereit, wie auch Grillplätze und Müllbehälter, s dass man hier auch essen kann, ohne dabei all zu viele Spuren in der Natur zu hinterlassen.

Auf den Zyklamenweg stoßen kann man über mehrere Wege die aus dem Soproner Stadtteil Löwern/Löverek  in die Berge Richtung Fernsehturm oder Károly-Aussichtswarte  führen. Er heißt so, weil da Zyklamen (Alpenveilchen) anzutreffen sind und weil deshalb zur Wegmarkierung zwei solche Blumen als Symbol verwendet werden.

Der Weg ist leicht und der Ausflug eigentlich ein Spaziergang. Eine Karte wäre dennoch gut, wenn man diesen Weg verlassen will. Bei der Vielfalt von anderen Wegvarianten die anzutreffen sind, verliert man schnell die Übersicht, weil oft eine Kennzeichnung nur für einen Wegabschnitt gilt, um dann mit einem anderen Kennzeichen fortgesetzt zu werden. Vom Zyklamenweg kann man z. B. zum Salamander-Teich abweichen oder über andere Wege bis in den Weiler Brennberg bánya wandern. Das ist der Ort (rund 10 km westlich von Sopron) wo in Ungarn 1753 erstmals Braunkohle gefördert wurde. Sie hatte einen hohen Brennwert und lag in nicht all zu großer Tiefe. In den 50-er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde die Förderung eingestellt – geblieben sind die Spuren des Bergwerks, wo auch deutsche, polnische und Bergleute anderer Nationen ihre Existenz sichern konnten, worüber ein kleines Museum Auskunft gibt.

Am Zyklamenweg kommt man auch an einem Hügelgräberfeld aus der Früheisenzeit vorbei das aus dem 8. bis 6. Jahrhundert v. Chr. stammt. Da sind ebenfalls die Spuren der Erdburg von Sopron-Burgstall (Várhegy) entdeckt worden. Einer der 159 identifizierten Grabhügel (Nr. 131) wurde rekonstruiert; im Innern, hinter einer Gitterwand, kann man Kopien der originalen Grabbeigaben sehen.

Selbst wenn das Soproner Gebirge kein Gebirge im eigentlichen Sinne des Wortes ist, so ist es doch ein gut eingerichtetes Wandergebiet – ein Naherholungsgebiet für die Stadtbewohner und eine zusätzliche Attraktion für Touristen.

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