Wandern im Soproner Gebirge

Samstag, 14. September 2013

Die Karoly-Aussichtswarte

Der Zyklamenweg

Der Salamander-Teich Fotos: Ralf Sudrigian

Um Sopron liegen Berge, die als Wandergebiet schon bereits vor mehr als einem Jahrhundert erschlossen wurden. 1869 beginnt der Stadtverschönerungsverein Waldwege einzurichten und zu markieren, Rastplätze vorzusehen, Aussichtswarten zu errichten. Die bekannteste steht auf der Karlshöhe (398 m). Hier hatte Karoly Romwalter 1876 eine Aussichtswarte aus Holz gebaut, die aber später durch einen Steinbau ersetzt wurde. Er ist dem Architekten Oszkar Winkler (1907-1984) zu verdanken, ist aus Gneisstein, hat eine Höhe von 21m und besteht aus drei Etagen. Eingeweiht wurde er 1936 durch den Präsidenten des Stadtverschönerungsvereins Karl Heimler (1877-1954).

Von der Aussichtsplattform hat man einen schönen Blick auf die Soproner Altstadt, auf den nicht fernen Neusiedler See, sogar auf Eisenstadt in Österreich. Wenn das Wetter besonders klar ist, soll von da auch der Schneeberg zu erkennen sein. Seit 1977 ist ein 4905 ha großes Areal in diesen Bergen zum Landschaftsschutzgebiet erklärt worden. Das Gebirge ist Teil der östlichen Ausläufer der Kristallalpen, genauer des Rosaliengebirges.

Die höchste Stelle (Magasberc/Hochriegel) ist 558 m hoch. Mehr als drei Viertel der Fläche ist bewaldet, wobei vor allem der Buchenwald dominiert. In den tieferen Lagen gibt es auch künstliche Fichtenwälder, denen der Borkenkäfer aber Schaden anrichtet. Wo die Fichten austrocknen und absterben, werden sie mit einheimischen Baumarten ersetzt. Traubeneiche mit Weißbuche ist eine Kombination, die da oft anzutreffen ist. Auch seltenere Pflanzen können Kenner entdecken, zum Beispiel die Moorbirke, die Grünerle, den Roten Holunder, den Lungen-Enzian oder den Wald-Felberich der in Ungarn nur an diesem Standort wachsen soll.

Von den Vögeln, die da leben, nennen wir: Hohltaube, Schwarzstorch (der Neusiedler See ist nicht weit), Uhu, Haselhuhn, Fichten-Kreuzschnabel. In der Karoly-Aussichtswarte sind auch mehrere Ausstellungen zu Landschaft und Heimatkunde zu besichtigen. Eine benachbarte Pension bietet die Möglichkeit, bei einer Rastpause etwas zu essen und zu trinken. In der Nähe befindet sich ein Seilpark sowie der von Weitem gut sichtbare  Fernsehturm auf dem Sängerberg. Viele der Wanderwege treffen sich bei der Karlshöhe. Sie sind gut markiert, wobei auch Trassen für Nordic-Walking angelegt sind, wie auch für Radfahrer. Mehr über den schönsten Weg, den Zyklamenweg, in der nächsten Ausgabe.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 14.09 2013, 03:22
Wer Hermannstadt, Kronstadt und Klausenburg schreibt, der sollte auch das alte Ödenburg nicht ganz vergessen.

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