WANDERN: Kälte, Frostbeulen und Erfrierungen

Dienstag, 18. Dezember 2012

In diesen Wochen bekommen wir auch die ersten kälteren Wintertage zu spüren. Das Wandern, Jogging oder selbst flotte Spaziergänge in der Natur, selbst wenn diese auf dem ersten Blick nicht gerade dazu einlädt, tragen auch dazu bei, uns gegen Erkältungen auf natürliche Weise, also ohne Impfungen und Tabletten, zu wehren.

Bewegung fördert eine gesunde Durchblutung. Voraussetzung dafür ist aber, einige elementare  Grundregeln zu beachten. In erster Linie bedeutet das, bei längeren Aufenthalten im Freien eine angemessene warme Kleidung zu tragen. Das heißt auch auf Mütze, Handschuhe und Wollsocken nicht vergessen, denn vor allem die Extremitäten des Körpers (Hände, Füße, Nasen, Ohren, der Kopf an und für sich) sind als erste der Kälte ausgesetzt.

Es besteht aber die Gefahr, durch Bewegung und warme Kleidung ins Schwitzen zu geraten. Deshalb ist es angebracht, die sogenannte Verdunstungskälte auf der Haut zu vermeiden und bei längeren Pausen während des Wanderns oder beim Sport sich nicht der Kälte auszusetzen, sondern einen warmen Raum aufzusuchen. Die Gesichtshaut die ja direkt in Kontakt mit der Witterung bleibt, sollte durch das Auftragen einer ausreichenden Cremeschicht geschützt werden.

Es kann trotzdem dazu kommen, nicht nur über kalte Hände und Füße zu klagen, sondern in schlimmeren Fällen über Frostbeulen und Erfrierungen. Die Bezeichnung Frostbeule ist leicht irreführend denn es muss nicht unbedingt strenger Frost sein der juckende und schmerzende Schwellungen unter der Haut (vor allem an den Händen, Füßen, Ohren) erzeugt.

Wenn man lange Zeit Temperaturen rund um den Nullpunkt ertragen muss und wenn vielleicht auch die Nässe mitspielt, dann können bereits Probleme auftreten die der mangelnden Durchblutung zuzuschreiben sind. Manchmal sind auch zu fest geschnürte Schuhe schuld an den Frostbeulen. Der kleine Trost ist, dass Frostbeulen gewöhnlich von selbst heilen, wobei allerdings beachtet werden muss, dem Juckreiz zu widerstehen und sich nicht zu jucken. Dabei kann eine lindernde Salbe hilfreich sein.

Ärger sind die Folgen von Erfrierungen. Sie treten bei trockener Kälte und Temperaturen unter Null Grad auf. Dabei werden vor allem an den Gliedmaßen die Zellen zerstört was bis zum Absterben der betroffenen Gewebe führen kann. Es können sich auch Blutblasen bilden die unbehandelt zu Komplikationen in Form von Geschwüren führen.

Erfrierungen sollten auf keinen Fall durch direkten Kontakt der Haut mit heißem Wasser oder Heizkörper behandelt werden. Selbst eine Massage der erfrorenen Stellen ist nicht angebracht. Die eigene Körperwärme (z.B. durch Bedecken mit den Händen) oder langsames Auftauen in körperwarmen Wasser sind bei leichten Erfrierungen effizienter.

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