WANDERN: Notfall in den Bergen

Montag, 16. Dezember 2013

Niemand wünscht es sich – aber jedem kann es passieren: Während einer Wanderung kann man in eine Notsituation geraten, wo man auf Hilfe angewiesen ist. Wie verhält man sich in solchen gefährlichen Situationen? Hier einige Tipps, wie man einen Notruf absetzt und was man machen kann, um den Helfern die Arbeit zu erleichtern – so wie sie auf den einschlägigen Webseiten vorgestellt werden.

Alleinwandern ist gefährlicher als einen oder mehrere Gefährten neben sich zu haben. Passiert was in einer Gruppe, so ist es wichtig, schnell Hilfe zu holen. Befindet man sich in der Nähe einer Schutzhütte, so macht es Sinn von dort Hilfe zu holen bzw. die Bergwacht zu alarmieren. Ist das nicht möglich, so sollte vor allem zunächst die Ruhe bewahrt werden, um die Lage richtig einzuschätzen und sie nicht durch von Panik diktierten Entschlüssen eher zu verschlechtern.

Ein Handy kann lebensrettend sein, weil so eine schnelle Kontakt- und sogar Ortungsmöglichkeit besteht. Deshalb ist es wichtig, über solch ein funktionsfähiges Gerät zu verfügen. Also nicht vergessen, es rechtzeitig zu laden. Ist man im „Funkschatten“ (ohne Signal), könnte bereits das Wechseln der Position oder das Erreichen einer nahe liegenden Erhebung dieses Problem beheben. Ist das nicht der Fall, so muss das alpine Notsignal freigesetzt werden.

Das ist international gültig und besteht in dem Senden von sechs Signalen pro Minute (also jede zehn Sekunden ein Signal). Nach je sechs Signalen legt man eine Pause von einer Minute ein. Signale können optisch sein und von einer Taschenlampe stammen oder von Objekten, die die Sonnenstrahlen gut reflektieren, z.B. Folie der Rettungsdecke, Spiegel, Telefon-Display. Selbst das Wirbeln eines bunten Kleidungsstückes in diesen Zeitintervallen kann als unmissverständliches Hilferufen gelten. Eine Pfeife, die in jeder Tasche oder im Rucksack ihren Platz problemlos findet, erweist sich als sehr geeignet um akustische Signale zu senden. Das Senden von Notsignalen sollte solange fortgesetzt werden, bis es eine Empfangsbestätigung gibt. Diese Bestätigung besteht in drei Signalen pro Minute und vermittelt dem Hilfesuchenden, dass sein Notruf verstanden wurde und dass nun Hilfe unterwegs ist.

Bei einem Notruf sind die sogenannten fünf W-Fragen zu berücksichtigen und möglichst klar zu beantworten: 1. Was ist passiert? Beschreibung des Unfalls?; 2. Wieviel Verletzte?Angabe der Zahl von Verletzten?; 3. Wo ist es geschehen?  Genaue Angaben des Unfallortes und der Wettersituation; 4. Welche Art von Verletzungen?  Besonders lebensbedrohende Zustände schildern; 5. Wer meldet den Unfall?  Angabe deines Namens mit Rückrufmöglichkeit.

Selbstverständlich sind bei Notrufen keine blöden Scherze erlaubt. Sinn macht es, über die geplante Route auch andere zu informieren; bei einer Verzögerung der Rückkehr dieses  auch melden, um nicht Grund für unnötige Sorge und Suche zu geben.

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