WANDERN: Rund um den Zeidner Berg

Montag, 09. März 2015

Schöne Kastanienbäume am Fuße des Zeidner Berges.

Ein Angler versucht sein Glück bei einem Eisloch am zugefrorenen See.
Fotos: Ralf Sudrigian

Unsere Wanderung beginnt an einem schönen Wintermorgen und startet vom Zeidner Stadtzentrum. Da gibt es auch eine Tafel mit der Übersicht der markierten Wanderwege, sowie mit kurzen Wegbeschreibungen. Das ist willkommen, denn ansonsten sind Wegweiser mit Angaben über Ziel und Dauer des Wanderweges so gut wie nicht vorhanden.

Wir folgen der Marktgasse/Str.Măgurii, gehen vorbei an der deutschen Schulabteilung und treffen af Schilder, die auf die Wohnhäuser zweier bekannter Zeidner weisen: der Maler Eduard Morres und der Bauerndichter Michael Königes. Die Straße setzt sich fort in der Vulturului-Gasse. Da kommen wir an einer Kreuzung an. Wir entscheiden uns fürs blaue Dreieck. Es soll nach einer Stunde Gehzeit in den mit blauem Band markierten Weg münden – ein Weg, der rund um den Zeidner Berg führt.

Beim Aufstieg auf das „Bergelchen“ haben wir noch eine schöne Aufsicht auf einen Teil von Zeiden mit der imposanten evangelischen Kirche. Das Burzenland versinkt aber im Nebel, nur die Spitzen vom Schuler, Hohenstein und der Zinnen ragen aus dem Wolkenmeer heraus. Ganz fern sieht man den charakteristischen zackigen Umriss des Ciuca{. Viel näher und besser, sind die schneebedeckten Gipfel des Bucegi zu erkennen.
Der Weg ist gut markiert und nicht zu schwer. Wir überqueren ein erstes großes Tal und nähern uns dem südöstlichen Teil dieses Berges bei einem  Sattel. Links müssten die Spuren der bekannten Schwarzburg zu sehen sein. Kein Schild weist aber darauf hin. Das blaue Band führt uns nun wieder abwärts auf die (vom Burzenland aus gesehen) Rückseite des Zeidner Berges. Der Weg führt über einige größere Wiesen am Fuße des Hanges mit Aussicht auf die Berge und vereinzelten Bauernhöfe in Richtung Holbav und Poiana Mărului.

Nun ist auch der Königstein gut zu sehen. Hier, am Zeidner Berg muss ein kräftiger Sturm gewütet haben, denn wie riesige Büschel verstreut, liegen entwurzelte große Bäume am Boden, oft linienförmig aneinandergereiht. Ein Quad (ATV) rattert vorbei mit einem ganz in schwarz (Stiefel, Lederjacke, Brillen, Schutzmaske) vermummten Fahrer, der seine Freude hat, sich an dem Hang durch die recht rutschige Schneeschicht vorzuarbeiten.

Bei dem zweiten See in der Nähe des Waldbades verliert sich das blaue Band in dem dichten jungen Buchenwald. Wären da nicht zwei Fischer mitten am Eis beim Eislochangeln zu sehen, hätten wir es nicht gewagt, den See zu überqueren. Die Sonne scheint, es ist trotzdem kalt, das Eis bricht nicht. Der letzte Teil der Umrundung erfolgt auf dem mit gelben Dreieck markiertem Weg, der uns dann auf den Schulfestplatz oberhalb Zeiden bringt, von wo man in wenigen Minuten wieder bei der Kreuzung der Vulturului-Gasse ist. Der ganze Weg mit zwei Viertelstunde-Pausen hat rund vier Stunden gedauert.

Zusätzliche Infos zum Zeidner Berg auf der von Klaus Dieter Untch gestalteten „Zeidner Wanderslust“

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