WANDERN: Von Buşteni durch Mălăieşti zum Omu-Gipfel (II)

Montag, 20. Juli 2015

Auf dem steilen Felsweg muss man besonders vorsichtig sein. Eine Sekunde Unaufmerksamkeit hat schon viele Wanderer das Leben gekostet.

Am Omu-Gipfel wurden wir vom Sonnenuntergang begrüßt
Fotos: Elise Wilk

Die Mălăieşti-Hütte (1720 m) ist ein beliebtes Ausflugsziel (man kann sich an der wunderschönen Aussicht nicht sattsehen) und ein wichtiger Ausgangspunkt für Ausflüge auf den Omu-Gipfel. Wer hier eine Pause einlegen will, kann für 30 Lei in der Hütte übernachten. Es gibt 100 Schlafmöglichkeiten in Zimmern mit 3,4,6, 9 und 14 Betten. Unsere Pause dauerte nur eine Stunde, da wir uns vorgenommen hatten, noch vor Beginn der Dunkelheit bei der Omu-Hütte einzutreffen. Nach einer Tasse Tee mit Rum (2 Lei!) und einem Brötchen auf der Terrasse der Hütte ging es für uns weiter. 

Um zum Omu-Gipfel zu gelangen, wählten wir den Weg, der mit einem blauen Band markiert ist (dieser Weg fängt in Rosenau an, führt durch das Glăjăriei-Tal zur Mălăieşti-Hütte und anschließend auf einem steilen Felsweg zum höchsten Gipfel der Bucegi-Gebirge). Der Weg von der Hütte im Mălăieşti-Tal bis zum Omu-Plateau dauerte etwa drei Stunden, in denen wir fast ununterbrochen kletterten. Da es auf dem Weg nur Steine und Felsen gibt, muss man sehr vorsichtig sein, um nicht auszurutschen.

Der Weg ist zwar anstrengend, wir waren aber viel entspannter, da die Wahrscheinlichkeit, zwischen den Felsen einem Bären zu begegnen, geringer ist. Wenige Meter vor der Hütte treffen wir auf den Weg, der vom Bucşoiu-Gipfel kommt. Es ist der Weg, der  mit rotem Band markiert ist, auf dem wir eigentlich hätten kommen sollen.

Als wir zum Omu-Gipfelplateau (2505 m) gelangen, dämmert es schon und ein kalter Wind bläst. Angelehnt an den Gipfelfels steht die Schutzhütte aus Holz, einige Meter weiter die Wetterwarte. Das Fotografieren der Aussicht verschieben wir auf den nächsten Morgen. Wir gehen direkt in die Hütte und besetzen unsere Betten. Wer bei der „Omu“-Hütte übernachten will, sollte wenigstens eine Woche früher eine Reservierung machen. Anderenfalls könnte es sein, dass man keinen Schlafplatz mehr findet. Am Abend, an dem wir eintrafen, waren alle 30 Pritschen im großen Schlafzimmer belegt. Viele der Gäste waren ausländische Touristen.

Nach einem langen Weg hat man natürlich großen Hunger. Die Würste mit Kartoffelbrei (15 Lei) in der Küche der Omu-Hütte waren die besten, die wir seit Jahren gegessen hatten. Dazu passt ein Glühwein (7 Lei) oder ein Tee mit Rum (3 Lei). Da es keine Elektrizität gibt, ist man gezwungen, nach Einbruch der Dunkelheit zu schlafen. Man ist aber so erschöpft nach dem langen Weg, dass es niemandem etwas ausmacht, schon vor 21 Uhr ins Bett zu gehen.

Mălăieşti-Hütte (1720 m) - Omu Gipfel (2505 m)
Markierung: blaues Band
Dauer: 3 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel; im Winter verboten

Mălăieşti-Hütte: www.malaiesti.ro, Reservierungen unter 0741.074884
Omu-Hütte: www.cabana-omu.ro, Reservierungen unter 0744.567290

(Fortsetzung folgt)

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