WANDERN: Vorbei an der einstigen Honterusquelle

Sonntag, 28. Februar 2016

Die echte Honterus-Quelle ist von einem Betonbau „verschluckt“ worden. Sie wurde einige Meter talwärts verlegt wo das Quellwasser aus einem Rohr heraussprudelt.
Fotos: Ralf Sudrigian

Der Ort wo einmal die Honterusquelle war, liegt im Wald, einige hundert Meter vom Stadtrand entfernt, im Noua-Viertel. Am leichtesten gelangt man mit dem Kleinbus 52 hin (Achtung: nur jene die als Endhaltestelle str. Panselelor angeben, die meisten RATBv-Busse dieser Verkehrslinie haben die Endhaltestelle bei der Kreuzung Saturn – Bukarester Straße!)
Die Panselelor-Straße beginnt ab der Carpaţilor-Straße. Auf ihrer rechten Seite liegt die Metrom-Halle mit einer Laufpiste, gefolgt von einem Teil des Metrom-Industrieparkes mit Häusern, die bald einstürzen werden. In Verlängerung dieser Straße kommt man an dem modernen, aber ab März geschlossenem Europharm-Werk vorbei, zu einer neuen Forststraße, die uns, nach einer ersten Quelle, wo regelmäßig Leute ihre PET-Flaschen und -Behälter füllen, zur Stelle der einstigen Honterusquelle bringt. Über die Wiederinstandsetzung dieser vernachlässigten Quelle auf Initiative von Ortwin Hellmann berichtete die KR seinerzeit („Neubelebung einer Tradition.

Restaurierung der Honterusquelle vollendet“ in KR 29 vom 24. Juli 1999) wie auch über das Scheitern dieser Aktion („Bunker begrub Honterusquelle. Von der restaurierten Erinnerungsstätte ist nichts mehr zu sehen“ von Christian Albert in KR 35 vom 30. August 2003). Leider ist seit damals nicht viel Neues zu vermelden: die eigentliche Quelle befindet sich innerhalb eines mit Natursteinfassade aufgewerteten Betonquaders auf dem  „Izvorul Honterus“ zu lesen ist. Alles ist mit Stacheldrahtzaun umgeben. Ein paar Meter abwärts fließt in einer Betonrinne aus einem dünnen Rohr Wasser, so dass man zumindest nicht ohne gestillten Durst von dieser einst so bekannten und beliebten Quelle weggehen muss. (Sie trägt diesen Namen seit 1845 und war durch die „Quellenrede“ ihrerseits ein Symbol des unweit von da in der Zwischenkriegszeit abgehaltenen Honterus-Festes). Wir verlassen diese „ausgelöschte“ Erinnerungsstätte und kommen bald am Ende des Forstweges an. Von da geht es links steil den Hang hinauf auf einem der Pfade, die auch die Waldarbeiter bei ihrer Tätigkeit nutzen. Oben auf einem Nebenkamm angekommen folgen wir diesem rechts bis zum Punkt wo er auf den mit gelbem Kreuz markierten Weg stößt. Links, bergauf, geht es auf dem „Kermen“-Weg über Predigerstuhl und Krukur oberhalb der Schulerau bis zur Julius-Römer-Hütte. Bergab führt der Weg ohne besondere Anstrengungen in rund 30-40 Minuten zum östlichen Ende des Burggrund-Viertels.

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