Wanderung über den Hauptkamm des Grohotiş-Gebirges

Wegbeschreibung in fünf Etappen

Sonntag, 16. April 2017

In Richtung Bratocea-Pass
Foto: privat

V. Etappe

Ortschaft Brădet (773 m) – Ortschaft Babarunca (894 m) – Târlungului-Tal – Capra-Schutzhütte – Văii Negre-Berg – „Bobu Mare“-Berg – unter dem „Bobu Mic“-Gipfel (1.752 m) – Curmătura Mogoşului – Plaiul Sterp – Bratocea-Pass (1.263 m) – Ortschaft Babarunca

Markierung: Brădet – „Văii Negre“-Berg = unmarkiert;
„Văii Negre“-Berg – Bratocea-Pass = rotes Band;
Bratocea-Pass – Babarunca = unmarkiert.
Höhenunterschied: 977 m
Dauer: 12 Stunden

Aus Kronstadt erreicht man die Kleinstadt Săcele mit den Bussen des lokalen Verkehrsunternehmens. Man fährt bis zur Endhaltestelle und steigt dort um in den Bus nach Brădet. An der Endhaltestelle verlässt man den Bus und befindet sich hier auf der Nationalstraße DN 1A. Die fehlenden öffentlichen Transportmittel zwingen den Wanderer, die etwa 10 km bis zur Ortschaft Babarunca zu Fuß zurückzulegen. Am Straßenrand stößt man auf zwei Quellen, wo das nötige Trinkwasser ergänzt werden kann. In Babarunca führt der Wanderweg rechts ab über den Hauptforstweg durch das Tărlungului-Tal. Der gut gepflegte Forstweg führt in leichtem Anstieg durch bewaldetes Gebiet. Rechts taucht bald eine Häusergruppe neben einer Baumschule auf. Beim Aufstieg durchläuft man abwechselnd Abschnitte von Tannen- u. Laubwäldern. Rechts und links zweigen vom Hauptforstweg Nebenwege in die Seitentäler des Târlungului-Tales ab. Der Wanderweg führt einige Male über Brücken und nach 1 ¾ Stunden Wanderzeit ab Babarunca erweitert er sich zusehends;  der Wald wird lichter und man erreicht in Kürze die Balaban-Wiese, auf welcher sich ein Schutzhaus befindet. Der Wanderweg verzweigt sich hier.

Man wählt den nach rechts abbiegenden Weg und, nachdem man auf einer Brücke den „Cailor“-Bach überquert hat, erreicht man, nach etwa 20 Minuten, die Capra-Schutzhütte.Der Wanderweg verbleibt auf dem Hauptforstweg und führt links an einer Quelle vorbei. Weiter oben verläuft der Weg in Serpentinen durch ein landschaftlich besonders reizvolles Gebiet. Man lässt nun einen Hochsitz in einem Buchenwald hinter sich und erreicht in Kürze das Ende des Forstweges.
In der Folge überquert man den Bach „Capra Mare“ durch das Flussbett und erreicht einen schmalen Wanderpfad, welcher sich durch einen dichten Fichtenwald schlängelt.

Schön langsam lichtet sich der Wald, man überquert einen Weg und steigt ziemlich steil in einer Lichtung auf. Weiter oben wird dieser Weg aufs Neue überschritten. In unmittelbarer Nähe der Stelle, wo der Wald verlassen wird, führt der Wanderweg über zwei Serpentinen und umgeht so das Quellgebiet eines Wasserlaufes. Man wandert vorbei an einer weiteren Quelle und erreicht nach kurzer Zeit den Hauptkamm des Grohoti{-Gebirges, am Fuße des „Văii Negre“-Berges.
Hier stößt man wieder auf den alten Grenzstreifen zwischen Österreich-Ungarn und dem Königreich Rumänien. Der Wanderweg verläuft entlang des alten Grenzstreifens nach Osten, auf dem „Văii Negre“-Berg - ab hier gekennzeichnet durch die Markierung rotes Band. Anfangs verläuft der Weg sehr steil, dann weniger steil und, nach einer Umleitung im hohen Gras, erreicht man, nach etwa einer Drei-Viertel-Stunden-Wanderung entlang des Kammes, das „Bobu Mare“-Plateau. Ab hier verläuft der Wanderweg auf einer künstlich angelegten Spur auf dem Kamm. Dieser Weg verbindet die Ortschaft Teşila mit dem Bratocea-Pass. Man orientiert sich hier im Abstieg entlang des alten Grenzstreifens in Richtung Nord-Nordosten und erreicht bald einen temporären See. Nach etwa einer Viertelstunde lässt man rechts den „Bobu Mic“-Gipfel hinter sich und umgeht das Einzugsgebiet des Stânei-Tales, in einem Gebiet wo der Weg stellenweise unterbrochen ist. Nach einer weiteren halben Stunde führt der Weg im Abstieg auf Serpentinen und man erreicht in der Curm²tura Mogo{ului einen weiteren temporären See.

Vor dem Wanderer erhebt sich nun die Anhöhe „Faţa lui Gherghel“, welche beeindruckt durch das interessante, zerklüftete Relief mit Türmen, spitzen Graten, großen Felsbrocken, Konglomeraten mit tiefen Löchern im Gestein.
Der Wanderweg verläuft nun in Richtung Norden auf einem breiten Hirtenweg und lässt linkerhand den „Cailor“-Bach zurück. Man steigt sanft ab, mit breiten Umgehungen der Einzugsgebiete der Täler. 20 Minuten nach Verlassen der Curmătura erreicht man die Sennhütte auf dem Cailor-Gebirge. Man durchquert nun einen Bach durch dessen Flussbett und gelangt in die Nähe eines Buchenwaldes. Links, unterhalb des Weges, entspringen zwei wasserreiche Quellen, welche den Bach Chişcanu einspeisen. Man durchwandert nun den Wald entlang des wellenartigen Kammes des „Plaiul Sterp“ und nach einer weiteren Stunde, nach Verlassen der baumlosen alpinen Zone, erreicht man den Bratocea-Pass, auf der Straße DN 1A. Bis zur Ortschaft Babarunca sind, auf der nicht von öffentlichem Verkehrsmitteln befahrenen Straße, in Richtung Nordwesten, noch 7 km zurückzulegen. Auf halbem Weg befindet sich am Straßenrand, auf der rechten Seite des Weges, eine eingefasste Quelle.

(Übertragung ins Deutsche von Uwe Grün, Bergisch-Gladbach)

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