War DIICOT-Chefin Bica statt Elena Udrea im Visier?

Chefermittlerin schaltet Obersten Magistraturrat ein

Dienstag, 04. November 2014

Bukarest (ADZ) - Die jüngst auf einer anonymen Webseite erschienenen Schnappschüsse, die PMP-Chefin Elena Udrea, die Chefin der Direktion zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens und Terrorismus (DIICOT), Alina Bica, und eine dritte Frau beim Einkaufsbummel in Paris zeigen, werfen immer mehr Fragen auf. Inzwischen verdichten sich nämlich die Hinweise, dass das Bespitzelungsopfer gar nicht Udrea, sondern DIICOT-Chefin Bica gewesen ist.

Staatschef Traian Băsescu sagte letzte Tage hierzu, dass „einfach alles“ auf Bica als Opfer hindeute, Udrea sei wohl bloß „ein Zuschlag“ gewesen. Er habe den Nachrichtendienstchefs, die alle eine Beteiligung an der Überwachungsaktion bestreiten, aufgetragen herauszufinden, wer hinter der Bespitzelung der Chefermittlerin gesteckt habe, so Băsescu in einem TV-Gespräch. Auch der Ex-Chef des Auslandsgeheimdienstes SIE, Teodor Meleşcanu, erklärte, dass die Bespitzelung offensichtlich der DIICOT-Chefin gegolten habe.

Die Staatsanwältin rief indes den Obersten Magistraturrat wegen potenzieller Rufschädigung an, dessen Gerichtsinspektion allerdings auch prüfen will, ob Verstöße gegen die Pflichtethik für Magistraten vorliegen.

Kommentare zu diesem Artikel

Helmut, 04.11 2014, 11:24
Hier wurde wieder ein Kasperltheater für den Wahlkampf inszeniert, wo jeder jeden beschuldigt und am Ende keiner Schuld trägt.

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