Warten auf Ferdinand

Neue Pläne für Temeswarer Nahverkehr

Mittwoch, 29. Juni 2016

In Mangel von neuen Trams fahren die Temeswarer auch gern mit den Halbneuen, den sanierten "Armonia"-Straßenbahnen
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar - In der Begastadt wird Ferdinand, das letzte der sieben Vaporetti erwartet, die vom Unternehmen für Nahverkehr RATT 50 Jahre nach Unterbrechung der Schifffahrt auf dem Begakanal als öffentliche Verkehrsmittel eingesetzt werden sollen. Die sieben Vaporetti mit den geschichtsträchtigen Namen Decebal, Burebista, Traian, Glad, Huniade, Savoya und Ferdinand (Nr. 7 hieß monatelang probeweise Economu) sollen nicht nur zu einer neuen touristischen Attraktion der Stadt werden, man möchte damit, wenn möglich, auch den stressigen Stadtverkehr etwas... flüßiger machen. Die von der Galatzer Firma Spat Yard SRL gebauten Vaporetti ( 12,7 Meter Länge, 4,9 Meter Breite, je 50 Plätze) mit modernem Innendesign hat sich die Kommunalverwaltung je stolze 275.000 Euro kosten lassen. Die reihum veranstalteten Probefahrten mit Fahrgästen sind vorläufig gratis, später soll eine Fahrkarte minimal ein Leu kosten. Die Vaporetti werden auf einer Trasse mit neun Haltestellen (jeweils an einer Begabrücke) zwischen der Mihai-Viteazu- und der Modosch-Brücke verkehren. Seit einigen Wochen werden zudem bei RATT, die vorläufig nur zwei Matrosen an Bord hat, insgesamt 65 Personen, vor allem Wächter und Schofföre, zu Matrosen umgeschult.

Mit der Erschließung der Bega für den Stadtverkehr wird Temeswar zur einzigen Stadt des Landes, die fünf verschiedene Verkehrsmittel im Stadtverkehr einsetzen wird. Zur weiteren Auffächerung des Nahverkehrs gehört auch die Anschaffung von 20 Kleinbussen für den Schülertransport und für den Transport auf städtischen Nebentrassen.

In Kürze soll die dritte modernisierte Tram "Armonia" in der Stadt verkehren. Eingeplant ist die Sanierung von 14 Trams, die Aktion soll im Jahr 2017 fortgesetzt werden. Die Stadt wird bis 2020 auch Verkehrsmittel mittels EU-Geldern ankaufen können.

Man hofft auf weitere Impulse von der Umwandlung des Stadtunternehmens in eine HG. In diesem Fall soll u.a. auch der Anschluss der Randgemeinden Schag und Neumoschnitza an den Stadtverkehr baldigst Wirklichkeit werden. Nachdem man die Obuslinien M14 und M11 bis zu den Gemeinden Dumbr²vi]a und Giroda mit Erfolg erweitert hat, sollen gleichartige Obus-Trassen mit einem komfortablen und preisgünstigen Transport auch bis Schag und Neumoschnitza führen.


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