Was Rumänien der EU zu verdanken hat

Präsident Johannis gab Empfang zu Europatag

Mittwoch, 11. Mai 2016

Präsident Klaus Johannis und Carmen Johannis empfingen die Gäste anlässlich des Europatags im Schlossgarten Cotroceni.
Foto: presidency.ro

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Auf dem Empfang zum Europatag hatten sich im Schlossgarten von Cotroceni viele Persönlichkeiten eingefunden, die in der rumänischen Politik und Gesellschaft in Erscheinung treten. Bei diesem Anlass hat Staatspräsident Klaus Johannis in seiner Rede im allgemeinen Kontext auf die Schwierigkeiten, die die Europäische Union gegenwärtig durchmacht, aufmerksam gemacht. Er bezog sich dabei auf die Flüchtlingskrise oder das bevorstehende Referendum in Großbritannien. Johannis unterstrich: Schon allein das Vorhaben, Mitglied der EU zu sein, habe Rumänien und die rumänische Gesellschaft zu einem Fortschritt geführt, der rascher und dauerhafter war, als das vielleicht ganze Generationen allein hätten schaffen können. Im Leben jedes Einzelnen sehe man diese positive Entwicklung auch in der Freizügigkeit im Personenverkehr, den Möglichkeiten in der Wirtschaft oder in der Bildung. Rumänien strebt nach wie vor die Aufnahme in den Schengenraum an, es ist an einer stabilen Nachbarschaft der EU an der Ostgrenze interessiert und fördert weiterhin Projekte der regionalen Zusammenarbeit, wie jene im Donau- und Schwarzmeerraum. Rumänien wird in drei Jahren den Vorsitz des EU-Rats innehaben. Zu diesem Zweck möchte es sein Profil als Mitgliedsstaat weiterentwickeln, aber auch der europäische Entscheidungsprozess solle verbessert werden, sagte Johannis.

Kommentare zu diesem Artikel

Hugo, 14.05 2016, 11:35
Schöne Worte, zugegeben, hört sich sehr human an, aber mir stellen sich doch einige Fragen:
ist hier die Rede von „echten“ Kriegs-Flüchtlingen, die nur temporär Zuflucht suchen und in ihr Land zurückkehren wollen/sollen, oder vermischt ‚Giftschlange’ hier Flüchtlinge und (Wirtschafts-)Migranten, wie dies in der deutschen Presse regelmäßig der Fall ist?
Erstere betreffend, kann man seinen Ausführungen zustimmen, wenn auch Rumänien im Vergleich zu Deutschland sicher nur in bescheidenem Umfang Hilfe leisten kann.
Die Frage ist nur: wer von den „Zuwanderern“, der nicht wirklich vor dem Krieg in seiner Heimat geflüchtet ist, möchte denn überhaupt nach Rumänien?
Hier ist doch nichts zu „holen“, in einem Land, das einem Großteil seiner Bewohner (außerhalb größerer Städte) nicht mal Arbeitsplätze anbieten kann, und sie so quasi zur Arbeitsmigration zwingt.
Und inwieweit wäre eine problemlose Integration einer größeren Zahl von Zuwanderern muslimischen Glaubens in RO denkbar? Herr Basescu hat sich ja hierzu schon deutlich negativ geäußert (und dürfte da nicht ganz falsch liegen).
Ich durfte letztes Jahr die Ankunft von etwa 30 Syrern in meinem Dorf erleben, rein äußerlich unterschieden sie sich nicht sehr von der lokalen Bevölkerung und wären sicher in kurzer Zeit nicht mehr unterscheidbar gewesen, aber was hätte man mit ihnen anfangen sollen?
Woher Wohnungen nehmen, und wie sollte man sie beschäftigen, wo es nicht mal für die Einheimischen Arbeitsplätze gibt?
So wurden sie schnellstmöglich nach Bukarest weitergeleitet, damit sich jemand dort den Kopf zerbrechen musste.
Ich bin deshalb etwas skeptisch: schöne Worte und Appelle sind immer leicht gemacht, und das eigene Gewissen ist beruhigt, aber es muß auch eine Perspektive sichtbar sein, blinder Aktionismus hilft nicht!
Manfred, 12.05 2016, 20:25
Das war deutlich,Helmut !Diesen Beitrag von Dir unterschreibe ich auch.
Weluto, 12.05 2016, 10:12
Helmut, das war aber sowas von klar......ich ziehe meinen Hut
Ottmar, 12.05 2016, 00:11
Helmut

Al Chapeau
Kritiker, 11.05 2016, 15:08
@giftschlange alias Helmut - dieses Mal habe Sie meine vollste Zustimmung!
giftschlange, 11.05 2016, 14:40
Rumänien hat durch die Aufnahme in die EU echt profitiert und das ist gut so.Jedoch wie sich die rumänische Politik zur Zeit in der Flüchltingsfrage verhält ist skandalös.Ein Land dem im Laufe der jahrzehnte soviel Hilfe und auch Freundschaft von anderen entgegengebracht wurde,verhält sich in der Aunahme von Schutzsuchenden einfach schmutzig.Nur selber profitieren wollen und nichts geben, ist nicht akzeptabel.Das Land und die Politik ist aufgefordert endlich seinen Beitrag zu leisten.So lange Rumänien nicht bereit ist seinen moralischen und menschlichen Verpflichtungen nach zukommen, ist ein Schengen-Beitritt abzulehnen.

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