Weg der ethnischen Minderheiten

3,5 Millionen-Euro-Projekt im Freilichtmuseum im Jungen Wald

Mittwoch, 22. Januar 2014

Der Entwurf des Gebäudes, das im Freilichtmuseum gebaut werden soll.

Hermannstadt - Ein Museum der siebenbürgischen Zivilisation beginnt in Hermannstadt/Sibiu Gestalt anzunehmen im Rahmen des Projekts „Offenes Kulturerbe. Verbesserter Zugang des Publikums zu den multiethnischen Werten im Astra-Museum“. Der Finanzierungsvertrag ist Ende Dezember mit dem Kulturministerium unterzeichnet worden, welches die Managementeinheit des Vorhabens darstellt. Das Projekt wird aus dem SEE-Programm (Süd-Ost-Europa-Programm für grenzüberschreitende Zusammenarbeit) gefördert. Insgesamt stehen 3,5 Millionen Euro zur Verfügung (ca. 13 Millionen Lei), wovon 2,3 Millionen Lei aus dem rumänischen Staatshaushalt kommen. Die Umsetzungsdauer beträgt 28 Monate, das Projekt soll Ende April 2016 abgeschlossen sein. Im Rahmen des Vorhabens wird ein neues Gebäude neben dem Haupteingang in das Freilichtmuseum im Jungen Wald/Pădurea Dumbrava errichtet. Die Ausschreibung für den Bau hat stattgefunden, die Angebote werden am 24. Januar geöffnet. Dieser Pavillon soll das Ausstellen von rund 200.000 Objekten aus dem Fundus des Museums ermöglichen, wofür die vorhandenen Räumlichkeiten keinen Platz bieten. Umgesetzt werden soll ferner ein komplexes kulturelles Programm, wozu das Vertiefen der Partnerschaft mit dem Lokalhistorischen Museum im norwegischen Trondheim gehört.

Innerhalb dieser sollen gemeinsame Forschungen zur Kulturgeschichte der ethnischen Minderheiten erfolgen, die im Freilichtmuseum stehenden Gehöfte konserviert und restauriert und ebenda ein „Weg der ethnischen Minderheiten“ eingerichtet werden, wozu man weitere Baudenkmäler aufstellen wird. Es ist die zweite Finanzierung, welche der Astra-Museumskomplex (zu dem das Freilichtmuseum gehört) aus dem SEE-Programm erhält und diese ist um eine halbe Million Euro größer als die erste, gab Museums-Generaldirektor Valeriu Olaru am Montag auf einer Pressemitteilung bekannt, wo das Vorhaben präsentiert wurde. Ebenfalls aus Norwegen kamen ab 2011 die Mittel, aus denen Restaurations-Labors gebaut und eingerichtet worden sind, die zu den modernsten im Land gehören. Das Freilichtmuseum in Hermannstadt ist die am breitest angelegte Einrichtung mit Gehöften und Produktionsanlagen aus der bäuerlichen Tradition in Rumänien. Der Kreisrat wird dem Museum weitere 51 Hektar zur Verfügung stellen, wodurch sich die Gesamtfläche auf 141 Hektar ausweitet, sodass es demnächst zu den größten derartigen Museen Europas gehören wird.

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