Wegen chaotischer Radfahrer könnte Radeln in der Innenstadt eingeschränkt werden

Donnerstag, 18. Juli 2013

Temeswar - Immer mehr Fahrradfahrer gibt es in Temeswar/Timişoara, jedoch verkehren nicht alle regelgemäß und aufmerksam gegenüber den Fußgängern. Wegen chaotischer Radler, vor allem in der verkehrsdichten Innenstadt, könnte demnächst das Fahren mit dem Zweirad eingeschränkt werden. Anfang der Woche erschütterte eine Nachricht die Ruhe der Temeswarer Fahrradbegeisterten. Das Fahren am Opern- und Domplatz sowie durch die Fußgängerzonen in der Mărăşeşti- und Alba-Iulia-Straße soll erneut untersagt werden – dieses Verbot galt bis 2011, als in Folge der Förderkampagne „Grün für Fahrräder“ der Stadtrat beschlossen hatte, den Radlern den Verkehr in der Innenstadt zu erlauben. Das Beschlussprojekt wurde vor Kurzem auf der Webseite des Temeswarer Bürgermeisteramtes www.primariatm.ro veröffentlicht und soll in der nächsten Temeswarer Stadtratssitzung zur Debatte stehen. Auch die Geldstrafen für Radler, die sich weigern, diese Vorschrift einzuhalten, wurden innerhalb des Projekts vorgeschlagen: Zwischen 100 und 200 Lei sollen die Radler begleichen, wenn sie durch die erwähnten Straßen und Plätze fahren.

Das Projekt geht auf einen Vorschlag der Temeswarer Lokalpolizei zurück und kam infolge zahlreicher Beschwerden von Passanten, die von chaotischen Radlern beim Gehen verletzt wurden, zustande „Die Zonen sind von touristischem Interesse. Hier finden zahlreiche Kultur-events statt und die Fahrradfahrer würden deren Ablauf stören. Die Radfahrer verfügen nun über zahlreiche Fahrradwege, sodass sie Alternativrouten finden können“, heißt es auf der Webseite des Temeswarer Bürgermeisteramtes. Zahlreiche Fahrradfahrer reagierten ungehalten auf diesen Vorschlag und zeigten ihre Unzufriedenheit diesbezüglich innerhalb der jeweiligen sozialen Netzwerken. Bürgermeister Nicolae Robu kam auch mit einer Erklärung und sagte, dass dieses Beschlussprojekt noch genau besprochen werden muss und die besten Lösungen gefunden werden müssen. Fahrradfahrer warten nun auf die Abstimmung der Stadtväter.

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