Weihnachtskonzert in der Millenniumskirche

Italienische Gemeinschaft setzt Tradition fort

Sonntag, 13. Dezember 2015

Temeswar - Zu ihrem traditionellen Weihnachtskonzert lädt der Temeswarer Rotary Klub, die zahlenmäßig große italienische Gemeinschaft der Begastadt und Konzertmeister Enrico Cannata heute, um 20 Uhr, in die Temeswarer Millenniumskirche ein.

Es ist das seit 2004 jährlich in der Adventszeit zu einer Tradition gewordene Konzert, das die italienische Gemeinschaft in Temeswar/Timişoara (etwa 10.000 Mitglieder), die Vertreter der italienischen Unternehmen und Firmen, allen voran die Firma Norad der Familie Marchegiano veranstaltet. Das von Enrico Cannata zusammengestellte und geleitete Musikprogramm umfasst religiöse Lieder, vor allem zum Thema Weihnachten, eine Auswahl bekannter Lieder von Komponisten des Barocks sowie zeitgenössischer europäischer Komponisten. Zu Gehör gebracht werden auch Kompositionen von Enrico Cannata und Leopold Mozart. Es treten auf das von Enrico Cannata gegründete und geleitete Orchester „Camerata Strumentale“ sowie der Kammerchor „Excelsior“ unter der Leitung von Iosif Todea. Der Eintritt ist frei.

Die festlich und weihnachtlich geschmückte Bühne für dieses Konzert gibt die Temeswarer Millenniumskirche am Römerplatz im historischen Stadtviertel Fabrikstadt ab. Dieses größte römisch-katholische Gotteshaus Temeswars, der Gesegneten Jungfrau Maria geweiht, gehört heute neben der Synagoge und der alten Bierfabrik zu den ältesten und schönsten Altbauten der Fabrikstadt. Die Kirche, im neuromanischen Stil gehalten, mit neugotischen Zügen, wurde 1896-1901 nach Plänen des Architekten Ludwig von Ybl erbaut.

Es heißt, dass dabei vier Millionen Ziegel benutzt wurden. Eingeweiht wurde der Bau 1901 anlässlich der Millenniumsfeierlichkeiten des Königreichs Ungarn von Bischof Alexander Dessewffy. Die beiden Türme dieser dreischiffigen Basilika mit Querhaus sind 65 Meter hoch. Das Altarbild stammt von Georg Vastag, die Wandmalerei von Karl Kremper und Söhne. Die von dem bekannten Temeswarer Orgelbauer Carl Leopold Wegenstein 1896 gebaute Orgel, 1979 von Walter Kindl repariert und umgebaut, ermöglicht  auch heute attraktive Orgelkonzerte. Die Heilige Messe wird in deutscher, ungarischer und rumänischer Sprache, zusätzlich jeden Samstagabend auch in italienischer Sprache für die zahlreiche Gemeinschaft italienischer Katholiken aus Temeswar und Umgebung, zelebriert.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*