Weihnachtsschmuck für einen guten Zweck

Benefizveranstaltung im Eliana-Kaufzentrum

Freitag, 23. Dezember 2011

Unter Anleitung von Frieda Hadji Dai fertigen Honterusschüler Weihnachtsschmuck an. Im Hintergrund Schuldirektor Helmut Wagner und die Lehrerinnen Ortrun Mahl und Rosina Găescu.

Als Dankeschön für eine Spende konnte man sich von dem ausgestellten Weihnachtsschmuck eine kleine Erinnerung auswählen.
Fotos: Ralf Sudrigian

Der Kronstädter Hilfsverein „Speranţă pentru copii“ (Hoffnung für Kinder) nahm sich vor, Weihnachten auch Not leidenden Kindern spürbar zu machen. Für kleine Geschenke braucht es aber Geld. Der beste und bisher auch in der Regel erfolgreichste Weg die Kassen für diesen noblen Zweck zu füllen, bleibt der Aufruf zu Spenden. In der Weihnachtszeit steigt die Bereitschaft zu helfen, sogar auch bei Leuten, die selber nicht gerade im Überfluss leben. Kinder helfen andern Kindern gern, wenn ihnen auch richtig erklärt wird, dass manche ihrer Altersgenossen wenig Chancen haben, dem Weihnachtsmann zu begegnen. Eltern und Großeltern haben ein Herz auch für andere Kinder,  nicht nur für die eigenen Töchter und Söhne oder Enkelkinder.

All dieses bestätigte sich auch bei einer Benefizveranstaltung zu der „Speranţă pentru copii“ in den Festsaal von „Eliana Mall“ am 9.  Dezember eingeladen hatte. Im Programm stand eine Aufführung von Weihnachtsliedern und Unterhaltung,  dargeboten von den Kindern der Kronstädter Volksschule für Kunst und Gewerbe. Vorbereitet wurden die jungen Nachwuchstalente von ihren Lehrern fürs Fach Gesang: Daniela Bolovan,  Monica Ciocănău und Paul Cojocaru.

Bevor die Aufführung begann, gab es eine kleine Feierlichkeit.  Andra Tudor, stellvertretende Vorsitzende des Hilfsvereins, forderte Frau Frieda HadjiDai auf,  vor das Publikum zu treten,  um ein Ehrendiplom und einen Blumenstrauß entgegen zu nehmen.  Damit wollten die Veranstalter ihren Dank jener Frau ausdrücken, die die Anregung sowie konkrete Ratschläge für den praktischen, eigentlich künstlerisch-praktischen Teil dieses Programms hatte.

Der Aufruf musste mehrmals  wiederholt werden,  denn Frau HadjiDai war bereits voll vereinnahmt von den Kindern, die bei ihrem Tisch schon fleißig an dem Weihnachtsschmuck bastelten, und überhörte ihren am Mikrophon angesagten Namen. Reicher Applaus der Eltern und Großeltern im Saal, sowie der Kinder, unterstrichen die Anerkennung für die rüstige Großmutter, die während des ganzes Abends ohne Frage die fleißigste und wohl auch begabteste Person beim Anfertigen von Weihnachtsschmuck und bei der Weihnachsmotiven-Bemalung von Kacheln und vorgefertigten Gipsformen war.

Jene die ihre  Arbeit mit Staunen und regem Interesse verfolgten, waren die Schüler und Schülerinnen der III.B.  (Lehrerin Rosina Găescu) und der IV. A (Lehrerin Ortrun Mahl) der  Honterusschule,  deren Direktor Helmut Wagner ebenfalls  der Einladung des Weihnachtsmannes gefolgt  war.

Während auf der Bühne  vor einem aufmerksamen und reichlich Beifall spendendem Publikum getanzt und gesungen wurde, waren die Honterusschüler,  unter ihnen auch der Enkelsohn von Frieda HadjiDai, bei der Arbeit. Mit Papier und Schere, Klebstoff,  Pinsel und Farben bastelten sie fleißig an den drei etwas abseits gelegenen Tischen.  Dabei wendeten sie das an, was sie in der Schule  während  den Handarbeitsstunden bereits gelernt hatten und was sie nun von Frau Hadjidai abgucken und hinzulernen konnten.

Der bereits angefertigte Weihnachtsschmuck, wie auch die Nachlieferungen wurde in mehreren Regalen und auf Tischen ausgestellt, die sich im Ausgangsbereich befanden. Dort lagen auch die Plast-Schachteln mit den Logos von „Speranţă pentru copii“ die sich mit Geldscheinen füllen sollten. Dafür konnte man sich einen Weihnachtsschmuck nach Hause mitnehmen und an den eignen Weihnachtsbaum anbringen.

Die Anwesenden,  größtenteils  Eltern und Großeltern der Kinder die am Musikprogramm beteiligt waren,  sahen ein vielfältiges, lebendiges und gut eingeübtes wenn auch ziemlich langes Programm und bewunderten den Fleiß, das Geschick und die Kunstfertigkeit der kleinen Honterianer. 

Dafür gab es Spenden – eine kleine, indirekte Belohnung für die zahlreichen Kinder die an diesem Nachmittag wohl einer der schönsten und angenehmsten Hausaufgaben nachgegangen waren: mit dem Weihnachtsschmuck sich selbst und Fremden eine Freude bereiten und dabei Hilfsbereitschaft und Solidarität für weniger glückliche Alterskollegen zu beweisen. Aus dem erzielten Erlös wurden noch vor Weihnachten Geschenke und Süßigkeiten gekauft die anschließend der Weihnachtsmann in mehreren Kinderheimen im Kronstädter Umfeld austeilte.

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